Berner Schnaps auf Erfolgskurs in den USA

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Gefragte SpirituosenBerner Schnaps auf Erfolgskurs in den USA

Ein Seeländer in aller Munde: Der Bitter-Schnaps von Matter-Luginbühl erobert in New York die Szenebars.

Sophie Reinhardt
von
Sophie Reinhardt
Oliver Matter mit einer der begehrten Flaschen "Fernet del frate Angelico"

Oliver Matter mit einer der begehrten Flaschen "Fernet del frate Angelico"

Retro-Cocktails schlürfen wie Don Draper in der Kult-Serie «Mad Men»: Das ist momentan in den New Yorker Szenebars gefragt. Diesen Trend erfreut die kleine Seeländer Brennerei von Oliver Matter (43). Denn seitdem amerikanische Bartender von den Kallnacher Spirituosen, die nach alten Rezepten aufgegossen werden, gehört haben, wird Matter mit Bestellungen geflutet.

«Fernet del frate Angelico» in New Yorker Szenebars

Besonders nach dem Bitter «Fernet del frate Angelico» wird häufig gefragt. Und so verlassen in den nächsten Tage mehrere Paletten mit Flaschen bepackt das kleine Dorf Richtung USA. «Das Bitter-Rezept hat bereits mein Urgrossvater um etwa 1930 der Witwe Branca abgekauft», so Matter. Seitdem liegt die handgeschriebene Rezeptur mit fast 40 Ingredienzien im sicheren Tresor in Kallnach. Safran, Angelikawurzel, Minze, Myrrhe und Honig sind nur einige der Zutaten des scharfen Wassers, das Matter seit zwei Jahren wieder produziert – mit denselben Zutaten wie sein Urgrossvater.

Schweizer müssen sich noch gedulden

Was in Amerika in den Schüttelbecher kommt, ist hier noch nicht zu haben: «Weil jetzt erst mal New York und Kalifornien beliefert werden, gibt es den Magenbitter in der Schweiz noch nicht zu kaufen», so Matter. Die Seeländer Spirituosen kommen in den USA so gut an, dass auch schon die «New York Times» und der «Playboy» darüber berichteten.

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