«Hopfen und Falz»Büchlein würdigt die Berner Mikrobrauereien
Drei Berner Grafiker widmen den Brauereien aus dem Kanton ein eigenes Büchlein. Innert eines halben Jahres wurde aus der Idee Wirklichkeit.
Yves Krähenbühl und Christoph Gerber erklären die Idee hinter «Hopfen und Falz».
«Wir lieben Bier und wir lieben Bern», sagt Yves Krähenbühl (25). So sei die sprichwörtliche Bieridee zu «Hopfen und Falz» vor etwa einem halben Jahr bei einem Feierabendbierchen entstanden.
Krähenbühl, Christoph Gerber (29) und Antonia Bekiaris (34) haben sich durch die Arbeit bei einer Berner Grafikerfirma kennen gelernt und sind die Köpfe hinter dem Kulturprojekt «Hopfen und Falz». Das kleine Büchlein stellt ausgewählte Brauereien im Kanton Bern vor, bietet einen Überblick der Bierherstellern und Bezugsorten und liefert Wissenswertes wie Unterhaltsames zu Bier in Bern. «Schliesslich hat Bern die höchste Dichte an Mikrobrauereien», erklärt Gerber.
Bier als Lohn
Zu insgesamt 13 Brauereien haben 12 Grafiker und Künstler ein Plakat gestaltet, das den Charakter der jeweiligen Brauerei wiedergeben soll. Sowohl die Brauereien wie auch die Grafiker machten unentgeltlich mit – «wobei die meisten Künstler für ihre Arbeit von den Brauereien in Bier bezahlt wurden», erzählt Gerber mit einem Augenzwinkern. Zugleich konnten sich Gestalter und Brauer durch den direkten Austausch inspirieren, sodass jedes Werk den Charakter der jeweiligen Brauerei wiedergibt. Dieser verbindende Ansatz war auch das Ziel von Hopfen & Falz.
Auch die drei befreundeten Grafiker hätten mit ihrem Werk kein Geld verdient. Das sei auch nie das Ziel gewesen: «Wir wollten einfach unsere Leidenschaften für Gestaltung und Bier vereinen.»
Bier als Papier
Das neue Druckwerk mit einem gelben Umschlag aus Bier-Papier wartet auch mit allerhand interessanten Fakten zur Berner Bierkultur auf. Zum Beispiel: «Bern ist Schweizer Pionier in Sachen Bier: Die erste Bewilligung zur gewerbsmässigen Herstellung von Bier auf dem Gebiet der Schweiz wurde im 17. Jahrhundert vom Kanton Bern erteilt.» Ausserdem bietet «Hopfen und Falz» eine Berner Stadtkarte mit Bierlokalen, sowie ein Brauereiverzeichnis und ein kleines Glossar mit Bierfakten.
Das Büchlein kam nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne Mitte Dezember in einer kleinen Auflage von 500 Exemplaren auf den Markt. «Es war schon sehr viel Aufwand, aber wir sind stolz darauf, die Idee auch umgesetzt zu haben», sind sich Christoph Gerber und Yves Krähenbühl einig.
Und sie denken bereits an die Zukunft: «Vielleicht gibt es nächstes Jahr ein richtiges Buch oder wir machen eine Serie daraus, es gibt schliesslich noch mehr Kantone.» Sie könnten sich auch ein Büchlein über Schnaps oder Wurst vorstellen.
Gekauft werden kann das Büchlein online oder im Stauffacher und im Kitchener in Bern.