Explosion in Hangar – sieben Flugzeuge zerstört

Aktualisiert

Kappelen BEExplosion in Hangar – sieben Flugzeuge zerstört

Mitten in der Nacht ging im Seeland ein Flugzeughangar in die Luft. Der Schaden geht in die Millionen.

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cho
Ein Bild der Verwüstung: Nach den Löscharbeiten wurde das Ausmass der Zerstörung sichtbar.
Sieben Flugzeuge wurden zerstört, darunter auch eine 60-jährige MH.1521M.
Wie es zum Brand im Flugzeughangar kam, ist noch unklar.
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Ein Bild der Verwüstung: Nach den Löscharbeiten wurde das Ausmass der Zerstörung sichtbar.

Arthur Sieber, newspictures

Böses Erwachen für die Einwohner von Kappelen im Berner Seeland. Mitten in der Nacht explodierte ein Hangar auf dem Flugplatz Biel-Kappelen. Flugplatzleiter Robert Seckler erfuhr am Telefon vom Unglück: «Ich traute meinen Ohren nicht, als es hiess, ein Flugzeughangar sei explodiert.» Er sei umgehend zum Unglücksort geeilt, wo bereits ein Grossaufgebot der Feuerwehr gegen die Flammen gekämpft habe. Ihm bot sich ein Bild der Zerstörung: «Alle Kleinflugzeuge erlitten Totalschaden. Auch der Hangar ist nicht mehr zu gebrauchen», sagt Seckler.

Besonders tragisch: Unter den zerstörten Flugzeugen befindet sich auch eine rare Oldtimer-Maschine: «Das Flugzeug ist komplett hinüber», sagt Pilot Lukas Schatzmann. Er besass die einzige MH.1521M Broussard in der Schweiz. Dabei handelt es sich um einen 60-jährigen französischen Flieger, der unter anderem im Algerien-Krieg eingesetzt wurde. «Es ist ein Sammlerflugzeug, mit Geld kann man das nicht aufwiegen», sagt Schatzmann. Er habe viele Stunden in die Maschine investiert.

Sieben Flugzeuge, drei Millionen

Wie die Kantonspolizei Bern mitteilt, wurden die Anwohner gegen 4 Uhr nachts von mehreren Explosionen aus dem Schlaf gerissen. Rund 60 Feuerwehrangehörige aus Aarberg, Lyss und Biel brachten den in Vollbrand steckenden Hangar rasch unter Kontrolle. Personen kamen keine zu Schaden. Insgesamt sieben Flugzeuge befanden sich im Hangar. Die Kapo schätzt den entstandenen Sachschaden auf drei Millionen Franken.

«Flugzeuge kann man ersetzen»

Auch wenn der Betrag enorm ist, spricht Flugplatzleiter Robert Seckler von Glück: «Flugzeuge kann man ersetzen. Ich bin heilfroh, dass niemand verletzt wurde.» Warum es im Hangar brannte, kann sich Seckler nicht erklären: «Etwas Vergleichbares gab es bei uns noch nie.» Auch die Experten tappen bezüglich Brandursache noch im Dunkeln, die Kapo hat Ermittlungen aufgenommen.

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