Jäger beobachtet Bär im Berner Oberland

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GentalJäger beobachtet Bär im Berner Oberland

Meister Petz scheint sich wohl zu fühlen im Bernbiet – zum dritten Mal in diesem Sommer wurde gestern ein Bär gesichtet. Ob es sich wieder um das gleiche Tier handelt, ist unklar.

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Erster Nachweis seit 190 Jahren: Der Bär in der Gemeinde Eriz wurde Ende Mai 2017 von einem Schafhirt beim Zaunen gesichtet.
Ende Juni hat sich auf dem Sustenhorn bei der Tierberglihütte ein Bär aufgehalten. Er wurde von Bergsteigern beobachtet.
Der für das Gebiet zuständige Wildhüter Roger Bisig hat im Schnee Spuren des Tiers entdeckt.
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Erster Nachweis seit 190 Jahren: Der Bär in der Gemeinde Eriz wurde Ende Mai 2017 von einem Schafhirt beim Zaunen gesichtet.

Jagdinspektorat des Kantons Bern

Ein Jäger hat am Freitagabend im Gental oberhalb von Innertkirchen einen Bären beobachtet. Ob es sich um jenes Tier handelt, das Anfang Juli am nicht weit entfernten Sustenhorn gesichtet wurde, ist offen.

Der Jäger habe den Bären mehrere Minuten lang beobachtet, wie der Kanton Ben am Montag mitteilte. Das Tier habe sich unauffällig verhalten. Ob es sich noch in der Region aufhält, ist unklar. Bären können innert kurzer Zeit grössere Distanzen zurücklegen.

Hier, im Gental, wurde der Bär beobachtet.

Dichte Beerengebüsche meiden

Bären seien grundsätzlich sehr scheu und die Wahrscheinlichkeit, einem Tier in freier Wildbahn zu begegnen, entsprechend gering, schreibt das bernische Jagdinspektorat in einem Merkblatt.

Wer im Bärengebiet unterwegs sei, soll auf den Wanderwegen bleiben und dichtes Beerengebüsch oder abgelegene Pilzgründe meiden, rät das Jagdinspektorat. Wer einen Bären sichte, solle mit möglichst natürlichem Reden auf sich aufmerksam machen und sich langsam zurückziehen.

Auf einen Bärenschnappschuss verzichte man aus Sicherheitsgründen besser, so das Jagdinspektorat. Es rät im übrigen auch, nie Essensreste oder Abfälle liegen zu lassen.

Hätten Bären den Menschen erst einmal als Nahrungslieferanten erkannt, würden sie ihre natürliche Scheu verlieren und gezielt die Nähe des Menschen suchen. Dies könne zu gefährlichen Situationen führen.

Dritte Sichtung

Personen, die Bären oder deren Spuren beobachten, bittet der Kanton, dies der Wildhut zu melden (Telefon 0800 940 100).

Im Kanton Bern gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Bärensichtungen: erstmals wurde das Berner Wappentier Ende Mai im Eriz oberhalb von Thun gesichtet, später am Sustenhorn oberhalb des Sustenpasses.

Das Gental ist nicht allzu weit vom Sustengebiet entfernt. Es handelt sich um ein kaum besiedeltes Seitental des Gadmertals. Die Sustenpassstrasse führt durch das Gadmertal auf die Passhöhe. (cho/sda)

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