Woher stammt der Panther?

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Die Polizei und die Wildhut des Kantons Solothurn machen weiter Jagd auf die Raubkatze, die sehr wahrscheinlich ein Panther ist. Wo das Tier ausgebrochen ist, bleibt ein Rätsel.

feb/dwi
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Die Behörden sind sich fast sicher, dass die schwarze Raubkatze, die im Solothurnischen mehrfach gesehen wurde, ein Panther ist.

Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd beim Bundesamt für Umwelt (BAFU), stützt sich auf Beobachtungen – auch von Experten. Der Beweis – Kot, Haare oder Spuren – fehlt weiter, die aufgestellten Fallen haben noch nicht zugeschnappt.

Keine Regeln im Ausland

Die grosse Frage bleibt, woher das Tier kommt. Zoo und Zirkusse in der Schweiz können ausgeschlossen werden. Diese hätten sich gemeldet, es liegen aber keine entsprechenden Meldungen vor. «Deshalb drängt sich die Vermutung auf, dass das Tier aus dem Ausland eingewandert ist», sagt Schnidrig gegenüber 20 Minuten Online. Im Ausland sei nicht genau nachvollziehbar, ob Panther abgängig seien. «Zum Teil gibt es im Gegensatz zur Schweiz keine Halteregelungen, weiter werden dort mehr Tiere illegal gehalten.»

Immer wieder gebe es Meldungen von gesichteten Panthern – oder mutmasslichen Panthern aus Deutschland, Frankreich und Italien. Die Tiere können sehr weit wandern, zwischen dem deutsch-belgisch-luxemburgischen Grenzgebiet und der Schweiz zum Beispiel liegt viel Wald, der für Raubkatzen auf Wanderschaft geeignet ist.

«Raubkatze könnte privatem Halter entwichen sein»

Auch Sara Wehrli von der Fachstelle Wildtier beim Schweizer Tierschutz hält es für möglich, dass der Solothurner Panther ein «ausländischer» ist. «Die Raubkatze könnte einem privaten Halter in Deutschland entwichen sein», meint Wehrli. Büxten illegal gehaltene Raubkatzen aus, würden sich die Halter nicht trauen, den Verlust zu melden.

In Deutschland und auch in Frankreich ist es laut Wehrli verbreitet, privat Grosskatzen zu halten. Allerdings dürfte es auch in der Schweiz einige wenige privat gehaltene Panther geben. Dies sagen Alex Rübel, Direktor des Zoos Zürich, sowie Ernst Federer, Geschäftsleiter des Walter Zoos, übereinstimmend. Wehrli schätzt, dass in Schweizer Zoos und Raubtierparks etwa 20 Leoparden leben.

Der Bund glaubt nicht an einen Einwanderer

Beim Bundesamt für Veterinärwesen glaubt man nicht, dass der Panther aus Süddeutschland kommt.

Sprecherin Regula Kennel sagt: «Das Tier hätte den Rhein überqueren müssen, das ist fast unmöglich.» Und: «Ein Panther hätte kaum so weit spazieren können, ohne dass ihn jemand bemerkt hätte.»

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