Staumauer am Grimselsee wird höher

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Kantonsparlament dafürStaumauer am Grimselsee wird höher

Klar und deutlich hat das Berner Kantonsparlament die umstrittene Staumauer-Erhöhung am Grimselsee befürwortet. Dank 23 zusätzlichen Metern soll das Speichervolumen des Sees vergrössert werden.

Die Grimsel-Staumauer soll um 23 Meter erhöht werden.

Die Grimsel-Staumauer soll um 23 Meter erhöht werden.

Das Berner Kantonsparlament befürwortet die umstrittene Staumauer-Erhöhung am Grimselsee deutlich. Mit 139 Ja- gegen 14 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen genehmigte der Grosse Rat am Mittwoch die entsprechende Anpassung der Gesamtkonzession für die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO).

Die Vergrösserung des Grimselstausees habe energiepolitisch eine grosse Bedeutung, sagte die kantonale Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) im Grossen Rat. Zwar werde dadurch nicht mehr Strom produziert, dafür aber die Speicherkapazität des Grimselsees massiv ausgebaut.

Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) wollen im Rahmen eines grossen Erneuerungs- und Ausbauprogramms die Grimsel-Staumauer um 23 Meter erhöhen. Damit können die KWO im Sommer mehr Wasser zurückbehalten und im Winter zur Stromproduktion nutzen.

Umweltverbände kritisieren

Widerstand kommt von den Umweltverbänden. Sie kritisieren, dass Teile einer Moorlandschaft von nationaler Bedeutung und ein Gletschervorfeld geflutet werden sollen.

Im Grossen Rat sprachen sich am Mittwoch aber fast alle Fraktionssprecher für die Erhöhung der Grimselsee-Staumauer aus. Das Projekt sei innerhalb der geplanten Energiewende ein Puzzleteil, hiess es etwa seitens der Grünliberalen.

Auch in der SP sprach man sich mehrheitlich für das Vorhaben auf. Für den Ausstieg aus der Atomkraft brauche es einen Kompromiss, hiess es etwa.

Die FDP verwies ausserdem auf die wirtschaftliche Bedeutung des Vorhabens für die Region Oberland Ost. Einheimische Unternehmen würden vom beträchtlichen Auftragsvolumen für Bau und Unterhalt langfristig profitieren und Arbeitsplätze schaffen.

Erhöhen, aber Mühleberg abschalten

Uneins waren sich die Grünen. Ihr Fraktionssprecher Blaise Kropf wollte mit einem Antrag die Erhöhung der Staumauer an eine Auflage koppeln. Erst wenn das AKW Mühleberg definitiv ausgeschaltet sei, solle man Wasser in den vergrösserten Stausee füllen. Doch der Antrag blieb chancenlos.

Einige Grüne sagten indes, sie könnten der Erhöhung der Staumauer trotz allem zustimmen; auch wenn es einen schwerwiegenden Eingriff in die Natur darstelle. Immerhin habe sich die KWO aber zu wesentlichen Kompensationsmassnahmen für die Natur und Landschaft in der betroffenen Region verpflichtet. (sda)

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