Lokführer bewusstlosZug hält in Olten - dank «Totmannpedal»
Das sogenannte Totmannpedal funktioniert. Es hat die Aufgabe, einen Zug zu stoppen, wenn der Lokführer es nicht mehr drückt. In einem Zug von Bern nach Zürich kam es zu einem Einsatz - erfolgreich.

Dieser Lokführer ist noch in der Lage, das «Totmannpedal» zu drücken.
Ein Lokführer hat auf der Fahrt von Bern nach Zürich am frühen Mittwochabend kurz das Bewusstsein verloren. Der Zug hielt dank einer Notfalleinrichtung automatisch beim Bahnhof Olten an. Der Lokführer wurde ausgewechselt, so dass der Zug mit nur 15 Minuten Verspätung weiterfahren konnte.
Wie SBB-Sprecher Reto Schärli auf Anfrage der SDA sagte, wurde der Nothalt dank dem so genannten «Totmannpedal» ausgelöst. Dabei handelt es sich um eine Fläche, auf der der Lokführer seine Füsse abstellt.
Fällt der Druck auf dieses Pedal weg, etwa wegen eines medizinischen Problems, und quittiert der Lokführer dies nicht als Fehlalarm, leitet der Zug automatisch den Bremsvorgang ein. Damit wird verhindert, dass ein Zug führerlos weiterfährt. Wie der Sprecher zu 20 Minuten sagte, wurde der Lokführer zur Kontrolle ins Spital gebracht. Es kommt laut Schärli ausgesprochen selten vor, dass das «Totmannpedal» zum Einsatz kommt. Und wenn, dann funktioniere es auch immer einwandfrei. (jam/sda)