Neues DokumentAusländer bekommen einen Sprachenpass
Ab 2017 führt das SEM einen Sprachenpass für Ausländer ein. Dieser soll nachweisen, wie gut sie die Schweizer Landessprachen beherrschen.

Der Sprachenpass soll nachweisen, wie gut Ausländer Deutsch, Französisch oder Italienisch können.
Keystone/Gaetan BallyDer Schweizer Sprachenpass soll ab 2017 festhalten, wie gut fremdsprachige Ausländer in der Schweiz Deutsch, Französisch oder Italienisch sprechen und schreiben. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger».
In vielen Fällen – wie etwa bei der Jobsuche – wird er wohl freiwillig sein. Fordern aber Behörden Sprachkenntnisse ein, wie beispielsweise bei der Einbürgerung, werden fremdsprachige Ausländer wohl künftig den Schweizer Sprachenpass benötigen – sofern sie kein anderes, den internationalen Standards entsprechendes Zeugnis vorweisen können.
So sieht das neu revidierte Bürgerrechtsgesetz vor, dass Ausländer für eine Einbürgerung mindestens auf dem Niveau B1 sprechen und auf dem Niveau A2 schreiben können.
Sprache in Alltagssituationen
Laut dem Staatssekretariat für Migration (SEM) ist der Sprachenpass «ein nationales, valides und einfaches Instrument, um die erworbenen Sprachkompetenzen in verschiedenen Lebenssituationen nachweisen zu können». Ob der Sprachenpass tatsächlich obligatorisch wird, ist derzeit noch offen.
Die Pilotphase, die 740'000 Franken gekostet und zweieinhalb Jahre gedauert habe, sei «grundsätzlich erfolgreich» verlaufen, schreibt SEM-Sprecherin Léa Wertheimer: «Wir planen die Umsetzung ab 2017 mit der Geschäftsstelle Fide, die dafür einen Auftrag erhalten wird.» Fide ist ein Ableger des SEM und steht für «Französisch, Italienisch, Deutsch in der Schweiz – lernen, lehren, beurteilen». Fide wird die Sprachtests durchführen und den Sprachenpass herausgeben.
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