Lesben-Segnung10'000 Unterschriften für Pfarrer von Bürglen
Mit einer Petition wollen die Einwohner von Bürglen UR die Strafversetzung ihres Pfarrers verhindert. Es sind bereits über 10'000 Unterschriften beisammen.
Mehr als 10'000 Personen haben eine Online-Bürgerpetition unterschrieben, die eine «Strafversetzung» vom Pfarrer von Bürglen verhindern will. Die Initianten streben als nächsten Schritt 20'000 Unterschriften an, wie der Internetseite der Petition zu entnehmen ist.
Update: Bis zum 15. Februar 2015 stieg die Zahl der Unterschriften auf 32'478
Die Initianten der Petition teilten am Donnerstag mit, dass sie die Segnung des lesbischen Paares als einen Akt grossen Mutes und Nächstenliebe sehen würden. Die Segnung im vergangenen Oktober hatte eine heftige Reaktion der Kirchenoberen ausgelöst, weil in deren Augen die Segnung der katholischen Lehre widerspricht.
Bischof fordert Rücktritt
Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, forderte den Pfarrer Wendelin Bucheli zur Demission auf. Huonder einigte sich mit dem Bischof von Lausanne-Genf-Freiburg darauf, dass Bucheli in das Westschweizer Bistum zurückgerufen werden sollte, in dem dieser zum Pfarrer geweiht worden war.
Pfarrer Bucheli sagte am Mittwoch in einem Interview mit der «Neuen Urner Zeitung», er habe so gehandelt, wie er das Evangelium verstehe.
Er liess mitteilen, dass er die geforderte Demission nicht einreichen werde. Der Kirchenrat von Bürglen und die politische Gemeinde unterstützen den Pfarrer. Die Katholiken von Bürglen wollen «ihren Pfarrer» behalten.
Die Initianten der Bürgerpetition schreiben weiter, Bischof Huonder müsse jetzt auch mutig sein und dem Aufruf der über 10'000 Schweizer folgen, Wendelin Bucheli doch seinen Segen zu geben, in Bürglen zu bleiben. (cho/sda)