Für FansBeat Schlatter will FCB-WC-Papier lancieren
Der Schauspieler und langjährige FCZ-Fan Beat Schlatter will das FC-Basel-Logo in Zürcher WCs bringen. Beim FC Basel reagiert man gelassen darauf.
Der Schauspieler und Komiker Beat Schlatter hat schon viele Männerträume wahr werden lassen. Er ist Schirmherr des «Hürlimann-Rappens». Von jedem Hürlimann-Bier, das über die Ladentheke geht oder im Restaurant ausgeschenkt wird, fliesst ein Rappen in einen speziellen Fonds, von dem Männer-Projekte finanziert werden. Ideen dafür können von jedermann eingereicht werden.
Auch Schlatter legte bereits Hand an und trumpfte mit Ideen auf. Sein neuster Coup: Er will FCB-WC-Papier auf den Markt bringen. Seit er ein kleiner Bub ist, schwärmt Schlatter für den FC Zürich. «Die Idee fürs WC-Papier ist entstanden, weil der FC Basel ein Hassgegner ist», sagt Schlatter, dessen neuer Film «Flitzer» nächsten Donnerstag ins Kino kommt. Der Klub habe lange Zeit die Liga dominiert, was den Schweizer Fussball unattraktiv gemacht habe.
«Ich würde das WC-Papier nicht im FCB-Sektor verwenden»
Das FCB-WC-Papier würde ausdrücken, «was jeder Zürcher, ja jeder Anti-FCBler», denke: «So ein Produkt ist selbsterklärend.» Das WC-Papier sei nicht nur für den privaten Gebrauch gedacht. Auch in Stadien könnte das Papier laut Schlatter ankommen. «Ich würde es allerdings nicht im Gästesektor verwenden, wenn der FC Basel in Zürich spielt», sagt Schlatter.
Einen herben Dämpfer erlebte das Projekt bei der letzten Aktionärsversammlung des Hürlimann-Rappens. Die Idee des FCB-WC-Papiers wurde verworfen. «Es hatte einfach zu viele gute andere Projekte», sagt der Komiker. Doch komplett davon absehen will Schlatter nicht: «Wenn ein WC-Papier-Hersteller das produzieren möchte, kann er sofort zu mir kommen und die Idee haben.» Die einzige Bedingung sei, dass der entsprechende Hersteller niemals WC-Papier mit dem FCZ-Logo produzieren werde.
Beim FC Basel reagiert man gelassen auf die Idee. «Dann schaffen wir es vielleicht, dass ein rotblauer Artikel in einem Zürcher Haushalt landet», sagt Simon Walter von der Medienstelle. Schliesslich nimmt der FCB das Projekt mit Humor. Walter sagt lachend: «Es geht uns im wahrsten Sinn des Wortes am Allerwertesten vorbei.»