Jugendlicher Gangster besuchte Rekrutenschule

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In UntersuchungshaftJugendlicher Gangster besuchte Rekrutenschule

Eine kriminelle Bande von Islamisten prügelt, dealt und erpresst jugendliche Opfer. Pikant: Einer der Haupttäter ist ausgebildeter Füsilier der Schweizer Armee.

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Ausschnitt aus dem «Sonntagsblick». Die Mitglieder der Islamisten-Bande.

Ausschnitt aus dem «Sonntagsblick». Die Mitglieder der Islamisten-Bande.

Drei junge Männer im Alter von 23 und 24 Jahren haben Jugendliche in der Region Le Locle und La-Chaux-de-Fonds in Angst und Schrecken versetzt. Der eingebürgerte Bosnier, der Tschetschene und der Afghane haben über 30 Opfer gequält, erpresst und eingeschüchtert (20 Minuten Online berichtete). Dabei versuchten sie, für den Islam zu missionieren.

Nun wird bekannt: Haupttäter des Islamisten-Clans soll der Schweizer mit bosnischen Wurzeln sein, der in der Schweiz die Füsilier-Rekrutenschule besucht hat. Dies berichtet der «Sonntagsblick». Auf seiner Facebook-Seite posiert er in der Uniform und schreibt unter die RS-Bilder: «Bosnien wird für immer mein Land sein. Ich klaue nur ihr Wissen, dann nehme ich es nach Bosnien mit.»

Zum Dealen gezwungen

Gemäss der Neuenburger Staatsanwaltschaft gehört der 23-Jährige einer kriminellen Bande an, wie sie es in der Schweiz noch nicht gegeben hat. Staatsanwalt Nicolas Feuz sagte gegenüber dem «Sonntagblick», er habe in seiner Karriere noch keine solch systematischen Erpressungsmethoden erlebt. Schon 2008 hat die Bande, die sich Jamahat nennt, ihre kriminellen Aktivitäten begonnen. Sie zwangen Opfer, teure Handy-Abos abzuschliessen und verkauften die Geräte weiter. Andere Opfer haben sie entführt, verprügelt und zur Dealerei gezwungen.

Der Tschetschene stammt aus schwierigen Verhältnissen. Der 24-Jährige soll mit 12 in die Schweiz gekommen sein, nachdem er seinen Vater im Krieg verloren hatte. Und auch der gebürtige Bosnier hat ein gestörtes Verhältnis zu seiner Familie. Laut seinem Vater habe er nur Probleme gemacht und die Polizei sei ständig bei ihnen gewesen.

Die drei Täter sitzen noch in Untersuchungshaft.

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