Nora Illi lobt die ausgerissenen Mädchen

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Dschihad in SyrienNora Illi lobt die ausgerissenen Mädchen

Zwei minderjährige Mädchen sollen nach Syrien in den Dschihad gereist sein. Nora Illi vom Islamischen Zentralrat Schweiz findet das lobenswert.

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Die beiden Mädchen Sabina S. (15) und Samra K. (16) aus Wien sollen vergangene Woche als Gotteskriegerinnen nach Syrien gereist sein. Interpol hat die Suche nach den zwei aufgenommen.

Auf der Website des Islamistischen Zentralrats Schweiz (IZRS) hat Nora Illi einen Text publiziert, in dem sie Verständnis für die ausgerissenen Mädchen zeigt: Muslime seien weltweit massivsten Repressionen ausgesetzt, «kein Wunder also, dass die Versuchung riesig sein muss, aus diesem Elend auszubrechen und dann im gelobten Bilaad ash-Sham (Syrien) gegen die Schergen Assads und für Gerechtigkeit zu kämpfen.»

Sie stellt die Mädchen sogar als Heldinnen dar: Am Dschihad in Syrien sei aus islamischer Sicht nichts auszusetzen. «Eine solche Überzeugung muss man, in hiesigem Kontext übersetzt, als Zivilcourage hochloben», so Illi.

«Eltern sollen sich nicht hysterisch verhalten»

Schliesslich gibt sie Eltern von Gotteskriegerinnen Tipps. Sie rät, sich nicht hysterisch zu verhalten. «Wichtig ist, dass sie mit ihren Kindern in engem Kontakt bleiben und ihnen zur Seite stehen, auch dann, wenn sie einen Lebensweg wählen, den sie selbst für sich nicht gewählt hätten», sagt die Frauenbeauftragte des IZRS weiter.

Der Vater von Sabina wendete sich in der österreichischen Krone-Zeitung an die Öffentlichkeit: «Wir sind verzweifelt. Wir bitten alle Menschen, dabei zu helfen, unsere Mädchen zu finden. Jede kleine Information könnte helfen», so Sabit S. verzweifelt.

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