Kater läuft nach Umzug 20 km in Heimatdorf zurück

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Kanton ThurgauKater läuft nach Umzug 20 km in Heimatdorf zurück

Heimweh nach dem alten Domizil: Kater Aramis (4) ist innert vier Tagen 20 Kilometer in sein Heimatdorf zurückgelaufen. Seine Besitzerin war mit ihm weggezogen.

Jeroen Heijers
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Jeroen Heijers

«Ich traute meinen Augen nicht», sagt Walter Winteler aus Weingarten im Kanton Thurgau. Denn am Donnerstagmorgen tauchte plötzlich Aramis, der Kater seiner ehemaligen Nachbarin Sandra Minder, bei ihm auf. Diese war Ende Januar von Weingarten ins rund 20 Kilometer entfernte Donzhausen umgezogen. Am Sonntag sah Minder ihren Aramis das letzte Mal vor seinem Verschwinden. «Aramis schaute mich einmal kurz an und verschwand dann hinter der Terrasse», erinnert sich die 48-Jährige.

Erst machte sich Minder keine Gedanken. Doch als das Tier am Abend noch immer nicht zuhause war, begann sie sich Sorgen zu machen. «In den folgenden Tagen suchte ich die gesamte Umgebung nach Aramis ab. Doch er war nicht auffindbar», sagt Minder.

Ihr Gefühl sagte ihr, dass der Kater zurück nach Weingarten gelaufen war. «Amaris wurde dort geboren. Er hat seine Wurzeln in Weingarten. Deshalb hat es ihn wohl wieder dort hin gezogen», so Minder.

Sender um Hals

Am Donnerstagmorgen kam dann die erlösende Nachricht von ihrem ehemaligen Nachbarn und dessen Sohn Daniel. «Als ich realisierte, dass das der Kater von Sandra ist, sind mir die Tränen gekommen», so Winteler. Es sei unfassbar, dass das Tier sein Heimatdorf wieder gefunden habe. «Der Kater hatte diesen Weg zuvor nur einmal zurückgelegt und zwar im Auto», sagt der 54-Jährige.

Als Besitzerin Minder das Büsi abholen kam, musste sie ihn nur zwei Mal kurz rufen. «Er kam sofort auf mich zu und schmiegte sich an mein Bein», sagt Minder. Einzig als sie ihn in seine Box im Auto legen wollte, wehrte sich das Tier. «Ich schaffte es nur mit intensiver Hilfe von Daniel», sagt Minder.

Mittlerweile ist Aramis wieder in seinem neuen Zuhause in Donzhausen und trägt neu einen Sender um den Hals. «So kann ich auf meinem Handy ständig schauen, wo er sich befindet», sagt Minder.

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