Riesenärger um falsche Noten an HSG

Aktualisiert

St. GallenRiesenärger um falsche Noten an HSG

An der HSG wurden Noten im Online-Portal falsch angezeigt. Das sorgt bei den Studierenden und bei der Universität für Nervosität.

jeb
von
jeb

Die Prüfungsphase Anfang 2016 an der Universität St. Gallen wird von Pannen überschattet. Weil ein Teil der Prüfung samt Lösungen im Internet zugänglich war, mussten Studierende Anfang März zur Nachprüfung antraben.

Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass es beim Korrigieren der Prüfung zur Volkswirtschaftslehre (VWL) zu Problemen kam. Die Folge: Dutzende Studierende wurden falsch benotet. Grund dafür ist laut HSG ein Software-Fehler. «Bei der Notenerstellung sind aufgrund eines Softwarefehlers Probleme aufgetaucht: 58 Studierende haben eine zu tiefe Note erhalten», so Annkathrin Heidenreich von der Kommunikationsstelle. Ob und wieviele Studenten zu hoch benotet wurden, wollte Heidenreich auf Anfrage nicht sagen. Gemäss den Posts in sozialen Medien waren es einige.

Die Universität bedauert den Vorfall: «Es wird eine Überprüfung der eingesetzten Software und der damit verbundenen diversen Schnittstellen vorgenommen. Geprüft wird auch der Einsatz eines neuen integrierten Systems, damit ein solcher Vorfall künftig nicht mehr vorkommt», so Heidenreich.

Gewürfelte Noten

Die Studierenden liessen nach Bekanntwerden der Notenkorrektur ihren Frust auf der Jodel-App aus. «Kann ich meine VWL-Note nochmals auswürfeln?» oder «Sind wir an der HSG oder in einer Sitcom?»

Ein User schreibt, dass seine VWL-Note von 5,5 auf 2,5 geändert wurde und er deshalb das Semester nicht bestanden hat. Dem widerspricht die HSG: «Es handelt sich nur um eine von zahlreichen Prüfungen auf der Assessmentstufe. Wir gehen nicht davon aus, dass infolge dieser neu verfügten Noten zusätzliche Studierenden durch die Assessmentstufe fallen werden», sagt Heidenreich.

Studenten fordern Nachprüfung

Bei den Studierenden geben die Notenanpassungen zu reden. Eine 19-jährige Studentin fühlt sich ungerecht behandelt. «Ich hatte eine 3, mein Kollege laut Onlineplattform eine 4,5. Mit der nachträglichen Prüfungs-Korrektur stellte sich heraus, das er in Wirklichkeit auch eine 3 geschrieben hatte.» Nicht genug damit: «Doch weil ihm per Brief fälschlicherweise eine 4,5 kommuniziert wurde, steht in seinem Zeugnis eine 4,5.» Dabei hätten ja beide eine 3 geschrieben.

Die 19-Jährige findet das ungerecht. «Ich fordere, dass die Prüfung wiederholt wird. Dann bekommen alle nochmals eine Chance.»

Deine Meinung zählt