Delfinschützer stören Saisonstart

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ConnylandDelfinschützer stören Saisonstart

Tierschützer - unter anderem der frühere Flipper-Trainer Ric O'Barry - haben vor dem Connyland protestiert. Die Ex von Gotthard-Sänger Steve Lee konnte dem nicht viel abgewinnen.

Urs-Peter Zwingli
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Urs-Peter Zwingli
Über 100 Delfinschützer demonstrierten gestern vor dem Connyland.

Über 100 Delfinschützer demonstrierten gestern vor dem Connyland.

Aufruhr beim Saisonstart im Connyland: Über 100 Personen haben sich gestern Morgen mit Transparenten und Megafonen in Lipperswil versammelt. Das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) und weitere Schweizer Tierschützer hatten zur Demo gegen Delfinhaltung aufgerufen. Mit dabei war auch der US-Amerikaner Ric O'Barry, der einst die Delfine der TV-Serie «Flipper» trainierte und später zum radikalen Tierschützer mu­tierte. «Die Menschen sollten diese Delfinshows nicht be­suchen. Die Tiere leiden», sagte O'Barry, während er Autogramme an die Demonstranten verteilte. Auch sei es keine Lösung, auf ein Gesetz zu warten, das den Import von Delfinen in die Schweiz verbietet.

O'Barry und das WDSF berufen sich auf Insider-Infos, gemäss denen das Connyland «möglichst schnell» zwei Del­fine aus Spanien importieren will. Als «Riesenente» bezeichnete Erich Branden­berger, Connyland-Mediensprecher, diesen Vorwurf. Er wurde gestern von den Demonstranten mit üblen Sprechchören eingedeckt. Doch auch er setzte auf Promi-Support: Brigitte Voss-Balzarini, Witwe von Gotthard-Sänger Steve Lee, machte sich vor Ort für das Connyland stark: «Den Delfinen geht es gut, sie wirken munter.» Kurz nach Mittag löste sich die Demo dann ohne Zwischenfälle auf, während der Besucherparkplatz voll besetzt war.

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