Italiener abgezocktBetrüger verschicken falsche Schweizer Bussen
Zahlreiche italienische Autofahrer haben in den letzten Tagen gesalzene Geschwindigkeitsbussen erhalten. Angeblicher Absender: die Schweizer Polizei.
Betrüger versuchen italienische Autofahrer abzuzocken, indem sie sich als Schweizer Polizisten ausgeben: Sie verschicken Bussen, mit denen die Empfänger für zu schnelles Fahren im Kanton Tessin bestraft werden sollen. Mit über 300 Euro sind die verlangten Bussbeträge selbst für Schweizer Verhältnisse ausserordentlich hoch.
Wie viele Adressaten solcher «Bussen» tatsächlich gezahlt haben, ist unklar. Dass die angeblichen Bussbescheide nicht von den Schweizer Behörden stammen können, lässt sich für jeden, der die Verhältnisse in der Schweiz kennt, leicht erkennen: Als Absender wird eine «Suisse Police» genannt – ein Polizeikorps mit diesem Namen existiert in der Schweiz nicht.
Autonummern und Adressen sind korrekt
Zudem wird der Bussbetrag lediglich in Euro, aber nicht in Schweizer Franken angegeben, und die Briefe sind in englischer Sprache verfasst. Stutzig machen müsst auch, dass die Busse nicht in die Schweiz überwiesen worden soll, sondern auf ein italienisches Postkonto.
Korrekt hingegen sind die Autonummern, die in den Briefen aufgeführt werden – und irgendwie sind die unbekannten Betrüger an die korrekten Adressen der Autofahrer gelangt, die offenbar tatsächlich kürzlich im Tessin unterwegs waren.
Tessiner Kantonspolizei ruft zu Anzeigen auf
Die Tessiner Kantonspolizei warnt vor der Masche. Betroffene fordert sie auf, sich umgehend bei der Polizei ihres Wohnorts zu melden und Anzeige zu erstatten. Die italienische Polizei ermittelt.