Polizei setzte betrunkenen Italiener auf der Strasse ab

Aktualisiert

Auf der Autobahn überfahrenPolizei setzte betrunkenen Italiener auf der Strasse ab

Der am Donnerstag auf der A2 überfahrene Italiener hatte zuvor in einer Kneipe für Unruhe gesorgt. Die Polizei liess den 36-Jährigen aber weiterziehen.

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Der Mann starb noch auf der Unfallstelle: Ein 36-jähriger Italiener wurde auf der A2 von einem Auto erfasst.

Der Mann starb noch auf der Unfallstelle: Ein 36-jähriger Italiener wurde auf der A2 von einem Auto erfasst.

Twitter/Ticinonline

In der vergangenen Woche kam es im Tessin auf der A2 zu einem tragischen Unfall. Ein 36-jähriger Italiener war aus unbekannten Gründen zu Fuss auf der Autobahn unterwegs, als er kurz nach 20 Uhr von einem Auto angefahren wurde. Der Italiener starb noch vor Ort.

Der Autofahrer hatte keine Chance: Die A2 ist nicht beleuchtet. Erst in der letzten Sekunde sah er den Fussgänger – ein Ausweichen war nicht mehr möglich.

Warum der Italiener zu Fuss auf der Autobahn unterwegs war, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Klar ist aber inzwischen, was der Italiener in den Stunden zuvor gemacht hatte.

Opfer war offenbar alkoholisiert

Laut der Zeitung «Corriere del Ticino» wurde der Italiener nur kurze Zeit zuvor von einer Polizei-Streife auf der Kantonsstrasse nach Quinto abgesetzt. Zuvor soll sich der Italiener in einer Kneipe unflätig benommen haben. Die Kellnerin rief daraufhin die Polizei, die den Betrunkenen in ihr Auto steckte.

«Der Mann behauptete, er habe Freunde in Varenzo, einem Ortsteil von Quinto TI, und wolle dort hingebracht werden», sagte ein Sprecher der Tessiner Kantonspolizei. Weil es keinen Grund gab, den Italiener auf die Wache mitzunehmen, setzten die Polizisten den Betrunkenen rund 100 Meter vor dem Ortseingang ab.

Erst kürzlich ins Tessin gezogen

Das Opfer war erst vor einigen Monaten in die Schweiz gezogen und wollte sich hier nach einem Job umsehen. Laut italienischen Medien habe der 36-Jährige keinen festen Wohnsitz gehabt und zeitweise in einem Lieferwagen übernachtet.

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