«Wach-Lama» versagt – Wolf reisst fünf Schafe

Aktualisiert

Im Kanton Luzern«Wach-Lama» versagt – Wolf reisst fünf Schafe

In einer einzigen Nacht hat ein Wolf im luzernischen Schrattenfluh fünf Schafe gerissen. Der Herdenschutz – in Form von Lamas – hat versagt.

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Die Schafe wurden von Lamas verwacht. Dieses machte dem Wolf aber offensichtlich keinen Eindruck.

Die Schafe wurden von Lamas verwacht. Dieses machte dem Wolf aber offensichtlich keinen Eindruck.

Auf der Schrattenfluh im Kanton Luzern sind vermutlich in der Nacht auf Mittwoch fünf Schafe von einem Wolf gerissen worden. DNA-Proben sollen nun zeigen, um welchen Wolf es sich handelt.

Bei zwei getöteten Schafen seien vom Wildhüter Speichelproben für die Feststellung des Wolfs entnommen worden, teilte die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern am Freitag mit. Bisher konnten alle DNA-Proben dem bekannten Männchen M20 zugeordnet werden. Dieser Wolf ist seit 2009 im Kanton Luzern unterwegs.

Herdenschutz wird überprüft

Wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald weiter mitteilte, wurden die Schafe im Sinne eines Herdenschutz-Versuchs von Lamas bewacht. Diese Massnahme werde nun überprüft und allenfalls angepasst, heisst es weiter. Die getöteten Schafe werden den Besitzern vergütet.

In den letzten Monaten hatten zwei Wölfe im Obergoms VS für Unruhe gesorgt. Innerhalb eines Monates sollen die Tiere 28 Schafe gerissen haben. Die Walliser Behörden wollten das Tier zum Abschuss freigeben. Ende Juni wurde ihnen vom Bundesamt für Umwelt (BUWAL) aber ein Abschuss untersagt. (jbu/sda)

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