Industrie-Abwasser lässt Fische verenden

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RootIndustrie-Abwasser lässt Fische verenden

Schon wieder: Wasserverschmutzung im Fluss Ron führt zu Fischsterben. In den letzten Tagen ereigneten sich in der Region bereits drei ähnliche Fälle.

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100 Liter ätzendes Bleichmittel ist ausgelaufen und in die Ron geflossen. Dort vernichtete das verschmutzte Wasser sämtliche Fische und Lebewesen. (Symbolbild)

100 Liter ätzendes Bleichmittel ist ausgelaufen und in die Ron geflossen. Dort vernichtete das verschmutzte Wasser sämtliche Fische und Lebewesen. (Symbolbild)

Keystone/Steffen Schmidt

In einem Industriebetrieb bei Root LU sind am Donnerstag 100 Liter eines ätzenden Bleichmittels ausgelaufen und in den Fluss Ron gelangt. Dort wurden auf einer Länge von drei Kilometern sämtliche Fische und Kleinlebewesen vernichtet.

Bei dem Industriebetrieb im Oberfeldquartier hatte sich bei einer Leitung eine Kunststoffmuffe gelöst, wie die Luzerner Polizei am Freitag mitteilte. Darauf lief das Javel-Wassergemisch aus und gelangte über Meteorschächte in die Ron. Der Polizei wurden kurz vor 10.45 Uhr tote Fische in der Ron gemeldet.

Bereits der vierte Fall von Gewässerverschmutzung

Den genauen Schadenbetrag kann die Polizei nicht beziffern. Der Verursacher der Gewässerverschmutzung wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Im Einsatz standen die Feuerwehr Root, die Chemiewehr Emmen, Mitarbeiter der Fischereifachstelle, der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern sowie ein Chemiker.

Drei ähnliche Fälle von Gewässerverschmutzung hatten sich bereits vor einigen Tagen in Ruswil, Hergiswil und Buttisholz ereignet. Dort wurde das Wasser durch Gülle verschmutzt, was ebenfalls zum Tod etlicher Bachforellen führte.

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