Ein Bild der Verwüstung am Ort des Absturzes

Aktualisiert

Vor Ort in Alpnach OWEin Bild der Verwüstung am Ort des Absturzes

Nach dem Flugzeugabsturz der F/A-18 bei Alpnach OW am Mittwoch konnte am Donnerstag die Unglücksstelle besichtigt werden.

Mirjam Boss
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Mirjam Boss

Helikopter kreisen am Himmel, Militär- und Polizeibote patrouillieren auf dem See. Leute in Schutzanzügen und Leuchtwesten sind im Wald unterwegs, teilweise auch mit Hunden. So sah es am Donnerstag am Lopper bei Alpnach OW bei der offiziellen Besichtigung der Unfallstelle aus, wo am Mittwoch eine F/A-18 gegen die Felswand prallte.

Trotz der vielen Menschen hat die Situation etwas Trostloses, denn der steile Hang wirkt unwegsam. Die Strasse ist nicht bis zur Unfallstelle befahrbar, da die Gefahr eines Steinschlags bestehe, die Bergung gestalte sich daher auch schwierig, sagt Martina Hugentobler, Mediensprecherin der Militärjustiz. Denn auch die Sicherheit der Leute müsse gewährleistet sein.

Viele Fragen sind noch offen

Die Besichtigung der Unfallstelle findet daher vom See aus statt. Im farbigen Herbstwald sind die beiden schwarzen Flächen gut zu sehen, wo nach dem Absturz Teile des Waldes brannten. Wo die Absturzstelle genau sei, könne aber man noch nicht genau sagen, so Hugentobler. Im Wald kann man vereinzelt glänzende Trümmerstücke ausmachen, um was es sich genau handelt, ist aber nicht klar.

Auch ein silbernes dreieckiges Metallteil ist zu sehen, vielleicht handelt es sich um die Nase des Flugzeugs. Am Seeufer liegt ein weiteres Teil, es könnte ein Teil des Flügels sein, bestätigen kann man aber noch nichts.

Etwa 400 Meter rechts von der verbrannten Fläche sind höher am Hang einige Bäume umgeknickt und abgebrochen. Steifte dort das Flugzeug die Bäume und stürzte danach in den Wald? Fragen wie diese sollen die Untersuchungen des Forensischen Instituts Zürich zeigen, die den Umfallhergang analysieren, sagt Hugentobler.

(Video: Keystone)

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