Bier auf KreditHat Bargeld an der Fasnacht bald ausgedient?
Erstmals können hungrige und durstige Fasnächtler an Gastroständen des LFK mit Kreditkarte zahlen. Die Bilanz ist positiv.

Am Stand des LFK in der Buobenmatt kann man neu bargeldlos zahlen. Doch eine Mehrheit hats nach wie vor lieber bar.
swEin wärmendesKafi Huereaff, ein kühles Bier oder Cervelats und Bratwürste: Dass es dies alles und mehr an den Gastroständen gibt, sind hungrige und durstige Fasnächtler gewohnt. Dass man an den Verpflegungsständen des Lozärner Fasnachtskomitees (LFK) per Kredit- und EC-Karte bezahlen kann, ist jedoch an der diesjährigen Fasnacht neu. Bis zu einem Betrag von 40 Franken geht das auch kontaktlos.
Der LFK-Määrtchef Roland Fischer zeigt sich nach den ersten Einsätzen der Kartenleser zufrieden: «Das elektronische Bezahlsystem funktioniert einwandfrei», sagt Fischer.
Mehrheit zahlt nach wie vor mit Bargeld
Am Dienstag bei der Usgüügglete sei das System bereits mehr genutzt worden als am Fasnachtsmäärt am vergangenen Samstag. «Viele wussten zuvor nicht, dass das geht. Es wird unter den Leuten aber immer bekannter, dass sie auch auf diese Weise bezahlen können.»
Viele Fasnächtler freuen sich laut Fischer, dass sie nun kein Bargeld mehr hervorkramen müssen. «Wir hatten aber auch einige Reaktionen von Leuten, die sagten, sie würden nicht mehr vorbeikommen, wenn sie nur noch per Karte bezahlen könnten», so Fischer. Die Mehrheit bezahle nach wie vor mit Bargeld. Dies bestätigen zwei Fasnächtler in der Buobenmatt, wo das LFK einen Stand betreibt: «Ich finde es zwar gut, dass man mit Kreditkarte zahlen kann. Ich brauche sie jedoch nicht. Wenn ich mit der Kreditkarte zahlen würde, so wüsste meine Frau, was ich alles konsumiere», sagte ein Fasnächtler. Und Raphael Bucher (55) aus Kriens sagte: «Ich zahle lieber bar. Die Kreditkarte benötige ich selten, etwa für Ferien.»
Künftig auch Twint und Apple Pay
An der nächsten Fasnacht sollen auch andere Bezahlsysteme wie Twint oder Apple Pay genutzt werden können. Eingeführt hatte das LFK das elektronische Bezahlsystem einerseits, weil es vergangenes Jahr zu einem Umsatzrückgang gekommen war. Viele Fasnächtler hätten damals bemängelt, dass man nur mit Bargeld bezahlen konnte. Zudem sollen mit dieser Massnahme Betrugsversuche mit Falschgeld eingedämmt werden können.