ZürichMillionen-Schaden – und Täter bleiben straffrei
Nach den Krawallen in der Zürcher Europaallee hinterliessen Chaoten einen Schaden von zwei Millionen Franken. Die meisten erwischten Täter müssen jedoch kaum vor dem Richter antraben.
Eine Spur der Verwüstung zog sich am Morgen des 13. Dezembers 2014 durch die Europaallee beim Hauptbahnhof: Geplünderte Läden, angezündete Autos, eingeschlagene Fenster. In der Nacht zuvor hatte ein Mob von rund 200 zumeist vermummter Linksautonomer dort gewütet. Es entstand ein Sachschaden von rund zwei Millionen Franken. Sieben Polizisten wurden verletzt.
Die Staatsanwaltschaft eröffnete in der Folge elf Strafverfahren. Vier davon sind gemäss «NZZ» bereits eingestellt worden. Das gleichte dürfte zwei weiteren Verfahren passieren, die noch pendent sind – eines davon gegen Unbekannt. In drei Fällen kam es zu einem Strafbefehl. Der zuständige Staatsanwalt spricht in dem Bericht selber von einer «mageren Bilanz».
Syrer steht vor Gericht
Zumindest zu einer Gerichtsverhandlung wird es in Zusammenhang mit den Ausschreitungen in den nächsten Wochen kommen: Vor Gericht steht ein 21-jähriger Syrer aus Zürich, der einen Aussenspiegel eines parkierten Autos abgeschlagen und dieses zerkratzt haben soll. Die DNA verriet ihn. Der Prozess hätte bereits im Februar stattfinden sollen, doch der Angeklagte erschien nicht vor Gericht.
Noch hängig ist das Strafverfahren wegen eines gezielten Fackelwurfs gegen ein Polizeifahrzeug. Dabei hatte sich die Ausrüstung einer Polizisten entzündet, diese blieb jedoch unverletzt. Zur «Reclaim the Streets»-Demo hatten die Initianten per SMS aufgerufen. Die Polizei hatte keine Kenntnis davon.