Labitzke-ArealWas es braucht, um einen Besetzer zu befreien
Schlagbohrer, Betonfräsen, ein Krankenwagen und ein Feuerwehrauto. Sehen Sie im Video, wie aufwendig es war, den «einbetonierten» Besetzer zu befreien.
Die Besetzer, die an diesem Dienstagmorgen die Hohlstrasse blockierten, sind verhaftet. Die meisten von ihnen liessen sich widerstandslos festnehmen. Ein junger Mann harrte jedoch viele Stunden in seinem selbstgebastelten Verlies aus, das die Stadtpolizei in Zürich noch nie gesehen hat: Dafür steckte er seine Arme in zwei mit Beton gefüllte Container. «Man konnte erst nicht erkennen, ob er sich einbetoniert hatte oder nicht», so Stapo-Sprecher Michael Wirz. Deshalb musste die Polizei mit Werkzeugen wie Zangen und Trennscheiben auffahren.
«Wenn sich jemand wirklich einbetoniert hat, ist es äussert schwierig, ihn herauszuholen, ohne dass er verletzt wird», so Wirz. Nach fast vier Stunden stellte sich jedoch heraus, dass der Besetzer gar nicht einbetoniert war. Denn in den Betoncontainern steckten zwei Röhren, in den der Besetzer seine Arme stecken konnte. Er hätte sich also jederzeit selbst bequem befreien können. Warum er letztlich aufgab, kann Michael Wirz nicht sagen.