Der ausgebüxte Affe Kelso ist wohl tot

Aktualisiert

Zu kalt im WaldDer ausgebüxte Affe Kelso ist wohl tot

Mehr als zwei Monate ist es her, seit Kelso aus dem Zoo Zürich ausgebrochen ist. Nach dem Wintereinbruch gibt es kaum mehr Hoffnung, dass das Kapuzineräffchen noch lebt.

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Kurator Robert Zingg hat kaum mehr Hoffnung, dass Kelso noch lebt. (Video: Keystone)

Gross war die Aufregung Ende August, als die Sichtung eines Affens im Zürichbergwald die Runde machte. Rasch war klar: Es handelt sich um ein Tier, das aus dem Zoo ausgebrochen ist, um den jungen Gelbbrust-Kapuzineraffen Kelso.

«Die Suche ist schwierig», wusste Zoo-Kurator Robert Zingg schon damals. Trotz eigenen Suchtrupps, vielen spähenden Freiwilligen und Hinweisen von Spaziergängern blieb Kelso verschollen. Anfangs galten die Überlebenschancen noch als günstig. «Das Klima ist freundlich, ich mache mir nicht so Sorgen», sagte Zoo-Direktor Alex Rübel.

Kaum mehr Hoffnung

Doch der Sommer ist längst vorbei. Am Wochenende schneite es bis ins Flachland, mittlerweile ist es besonders in der Nacht bitterkalt. Schlechtes Wetter für Kelso, dessen Heimat der brasilianische Regenwald ist.

Kurator Zingg hat deshalb nur noch wenig Hoffnung, dass sein Affe lebt. Falls er noch irgendwo in einem Zürcher Wald sei, dann werde Kelso nun in eine schwierige Phase kommen. «Mit der Kälte und dem abnehmenden Futterangebot wird seine Kondition abnehmen», sagt Zingg gegenüber Keystone. Die Akte Kelso müsse wohl demnächst geschlossen werden, bedauert er.

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