St. JürgenKlopps Wunderheilung für Rollstuhlfahrer
«Steh auf, nimm dein Ruhebett und wandle!», sagte Jesus einst zu einem Gelähmten (Markus 2,9). Jürgen Klopp braucht dazu nicht einmal Worte.
Die Szene aus der 91. Minute im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League zwischen dem FC Liverpool und Borussia Dortmund sorgt für weltweite Erheiterung: James Milner bringt eine Flanke hoch in den Strafraum der Gäste, wo Dejan Lovren per Kopf zum 4:3 trifft. Ekstase an der Anfield Road, das Stadion steht kopf.
Die «Reds» machen aus einem 1:3 ein 4:3 und schaffen in letzter Sekunde den Vorstoss in den EL-Halbfinal. Ein sportliches Wunder, aber nicht nur. Wer im Video genau hinschaut, der sieht noch mehr Wundersames: Auch auf den Plätzen der Rollstuhlfahrer hinter Borussia-Goalie Roman Weidenfeller (der in der EL jeweils den Schweizer Roman Bürki ersetzen darf) bricht Jubel aus – die gehbehinderten Fans reissen die Arme hoch und springen vor Freude aus ihren Rollstühlen. Ein Wunder. Wird aus Liverpool-Trainer Jürgen Klopp bald «St. Jürgen»?