Derdiyok drohen zehn Jahre Haft

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Strafverfahren eingeleitetDerdiyok drohen zehn Jahre Haft

Dunkle Wolken über Eren Derdiyok. Gegen ihn wird ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet – er soll sich im Kaufleuten geprügelt haben.

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Der Vorfall passierte in der Nacht des Karfreitags 2009. Der damalige FCB-Stürmer Eren Derdiyok besuchte zusammen mit Teamkollege Jürgen Gjasula und Nikolay Gavric von Concordia Basel das Zürcher Kaufleuten. Im VIP-Bereich kommt es gegen 3 Uhr morgens zu einer Keilerei, an der mehrere Personen beteiligt sind. Für den 21-jährigen M. T. (Name der Redaktion bekannt) endete sie blutig: Eren Derdiyok soll ihn mit einer Flasche an der Schläfe getroffen haben. Der Lehrling musste sich daraufhin vier Tage lang im Spital behandeln lassen, und sieht auf dem linken Auge laut eigenen Angaben heute nur noch zehn Prozent. Der Kampfsportler reicht in der Folge Strafanzeige ein (20 Minuten Online berichtete).

Und die hat jetzt Folgen: Die Staatsanwaltschaft Zürich hat laut «Tages-Anzeiger» gegen den Kicker ein Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet. Im schlimmsten Fall drohen Derdiyok, der jetzt bei Leverkusen in der Bundesliga kickt, 10 Jahre Haft. Der Kicker dementierte von Beginn weg, am Vorfall beteiligt gewesen zu sein. Er habe sich in einem anderen Raum befunden, so Derdiyok. Er kündigte zudem an, M. T. wegen Verleumdung zu verklagen.

Nach Informationen des «Tages-Anzeigers» hat die Polizei die wichtigsten Zeugen und Beteiligten befragt. Auch Eren Derdiyok. Die Beweisaufnahme dürfte noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Fussballer erheben, so drohen ihm im schlimmsten Fall die bereits erwähnten zehn Jahre Haft, im mildesten Fall eine Strafe von 180 Tagessätzen.

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