Dzemaili raus – Schwegler rein

Aktualisiert

Hitzfelds AufgebotDzemaili raus – Schwegler rein

In acht Tagen testet die Schweizer Nati gegen Griechenland. Ottmar Hitzfelds Aufgebot dürfte zu reden geben: Statt Blerim Dzemaili wird er Pirmin Schwegler aufbieten.

Sandro Compagno
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Sandro Compagno

Noch ist es nicht offiziell, der Nationaltrainer gibt sein Aufgebot erst am Donnerstag bekannt. Doch bereits ist durchgesickert: Ottmar Hitzfeld lässt Blerim Dzemaili (26, Napoli) zu Hause und will dafür Pirmin Schwegler (25, Frankfurt) spielen sehen. Das Länderspiel am kommenden Mittwoch ist der letzte Test vor den zwei WM-Qualifikationsspielen gegen Zypern vom 23. März und 8. Juni.

«Richtig ist, dass dem SSC Napoli betreffend Dzemaili bisher kein provisorisches Aufgebot zugestellt worden ist», bestätigt Marco von Ah, Kommunikationschef des Schweizerischen Fussball-Verbandes SFV, eine Meldung von «tuttonapoli.net». Am Sonntag hatte der Mittelfeld-Puncher beim 2:1-Auswärtssieg des Tabellen-Zweiten der Serie A in Parma seinen gesperrten Landsmann Valon Behrami ersetzt. Er zeigte eine sehr gute Leistung, die er mit einem Traumpass zum 1:0 durch den Slowaken Marek Hamsik krönte.

Schwegler erholt sich von einer Grippe

Ob Dzemaili in Piräus durch Bundesliga-Söldner Schwegler ersetzt wird, wollte Von Ah nicht kommentieren. Der Frankfurt-Captain erholt sich derzeit von einer schweren Grippe. «Er hatte nur Dampf für 20, 25 Minuten», sagte sein Trainer Armin Veh, der den Mittelfeldspieler gegen Hoffenheim (2:1) trotz Krankheit einwechselte. Ob Schwegler die Reise nach Griechenland mitmacht, hängt davon ab, wie schnell er wieder auf die Beine kommt.

Dass er am Samstag überhaupt spielte, belegt den Stellenwert des Innerschweizers am Main. Doch in seinen bislang elf Länderspielen konnte der Eintracht-Stratege nie überzeugen. Sein letzter Einsatz ist fast zwei Jahre her: Im Februar 2011 stand Schwegler im total verunglückten Testspiel in Malta (0:0 - Alex Frei und Gökhan Inler verschossen je einen Elfmeter) 40 Minuten auf dem Platz.

Fakt ist, dass Dzemaili seinen Frust, in der Schaltzentrale hinter Inler und Behrami nur die Nummer 3 zu sein, schlecht verbergen kann. Ist er nach dem Griechenspiel gar nur noch die Nummer 4?

Vielen Klubs (und Profis) sind wie der 6. Februar ein Dorn im Auge. Auch der SFV hält wenig von diesen isolierten Terminen. Präsident Peter Gilliéron und Generalsekretär Alex Miescher machen sich bei der Uefa für eine Ersatzlösung stark: Anstelle von einzelnen Spieldaten im November oder Februar streben sie Zeiträume für längere Zusammenzüge an, die auch zwei Spiele ermöglichen und den Spielern mehr Reise- und Erholungszeit zugestehen. (sco)

Vielen Klubs (und Profis) sind wie der 6. Februar ein Dorn im Auge. Auch der SFV hält wenig von diesen isolierten Terminen. Präsident Peter Gilliéron und Generalsekretär Alex Miescher machen sich bei der Uefa für eine Ersatzlösung stark: Anstelle von einzelnen Spieldaten im November oder Februar streben sie Zeiträume für längere Zusammenzüge an, die auch zwei Spiele ermöglichen und den Spielern mehr Reise- und Erholungszeit zugestehen. (sco)

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