Peter Sauber«Wir haben die Löhne immer pünktlich bezahlt»
Die Finanzlage beim Schweizer Formel-1-Rennstall Sauber spitzt sich zu. Während die Angestellten Geld erhalten, müssen die Lieferanten darauf warten. Eine Lösung soll in Sicht sein.
Drei Stunden nachdem Nico Hülkenberg auf dem Nürburgring dem Team Sauber den siebten WM-Punkt der Saison beschert hatte, nahm der Teamgründer Peter Sauber im «Sportpanorama» des Schweizer Fernsehens Stellung zur angespannten Finanzsituation des viertältesten Formel-1-Rennstalls.
Der 69-Jährige stellte dabei klar, dass die Angestellten die Löhne bislang immer pünktlich überwiesen bekommen haben. Im Verzug sei Sauber allerdings bei den Lieferanten-Rechnungen. Die meisten Zulieferer brächten für die aktuell schwierige Lage des Teams jedoch Verständnis auf. Peter Sauber hofft, bis Ende Monat eine Lösung für die Finanzprobleme präsentieren zu können. Auch sprach er davon, einen «Plan B» in der Hinterhand zu haben.
Kaltenborn dementiert Gerüchte
Am Nürburgring kursierten am Rennwochenende diverse Gerüchte über mögliche Investoren (Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch, Nicolas Prost) oder künftige Fahrer (Felipe Massa), die die Teamchefin Monisha Kaltenborn jedoch allesamt dementierte. Deutsche Medien berichteten sogar, dass Nico Hülkenberg seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag gekündigt habe, weil er auf ausstehende Lohnzahlungen wartet.
Das Sauber-Team bekam erst kürzlich eine Finanzspritze des Sponsors OC Oerlikon und von weiteren Geldgebern, weil die finanzielle Lage angespannt ist. (heg/si)