So war es an der Ski-WM 1978 in Garmisch

Aktualisiert

Ski-WMSo war es an der Ski-WM 1978 in Garmisch

Garmisch-Partenkirchen ist zum zweiten Mal Austragungsort der Alpinen Ski-WM. Bei der Premiere vor 33 Jahren schnitten die Schweizer dürftig ab.

Herbie Egli
Garmisch
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Lise-Marie Morerod (l.) und Doris de Agostini. (Bild: Web)

Lise-Marie Morerod (l.) und Doris de Agostini. (Bild: Web)

Technik und Material waren damals noch ganz anders. Das Ziel aber das gleiche: eine WM-Medaille gewinnen. Für die Athleten der Schweizer Delegation ging dieses Unterfangen nur bedingt auf. Einen WM-Titel gewann niemand. Die Herren gingen sogar ganz leer aus, die Frauen mussten die Kohlen aus dem Feuer holen. Lise-Marie Morerod gewann im Riesenslalom Silber. Die Waadtländerin verlor auf die Deutsche Siegerin Maria Epple fünf Hundertstel.

Für die zweite Schweizer Medaille war Doris de Agostini besorgt. Die Tessinerin sicherte sich in der Abfahrt die bronzene Auszeichnung. De Agostini bezwang sogar die Doppel-Olympiasiegerin Marie-Theres Nadig. Die zweifache Goldmedaillen-Gewinnerin von Sapporo 1972 verlor über eine halbe Sekunde auf ihre Teamkollegin und musste sich mit «Leder» begnügen.

Hinter Liechtenstein klassiert

Mit der silbernen und bronzenen Auszeichnung belegte die Schweiz im Medaillenspiegel nur gerade den fünften Platz. Diese Rangierung ist nicht unbedingt jene, die man von einer alpinen Wintersportnation erwarten darf. Sogar Liechtenstein war besser klassiert. Dank fünf Medaillen (1x Gold, 2x Silber und 2x Bronze) lag das «Ländle» vor der Schweiz auf dem 4. Rang. Gewonnen haben die Medaillen zwei Geschwisterpaare. Andreas (Gold Kombination, Silber Riesenslalom) und Hanni Wenzel (Silber Kombination) sowie Paul (Bronze Slalom) und Willi Frommelt (Bronze Riesenslalom).

Doppel-Gold für Stenmark und Moser-Pröll

Der König bzw. die Königin von Garmisch 1978 waren ein Schwede und eine Österreicherin. Ingemar Stenmark wurde im Slalom und Riesenslalom Weltmeister. In letzterer Disziplin gewann der 86-fache Weltcupsieger (bis heute Rekord) sogar mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung. Bei den Frauen durfte sich Annemarie Moser-Pröll über Gold in der Abfahrt und Kombination freuen. Zudem sicherte sich die 62-fache Weltcupsiegerin (ebenfalls bis heute Rekord) im Riesenslalom noch Bronze.

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