Gelähmte Triathletin kann wieder gehen

Aktualisiert

Nach 13 JahrenGelähmte Triathletin kann wieder gehen

Was sich anhört wie ein Weihnachtsmärchen, ist wahr: Die zweifache Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Monique van de Vorst kann plötzlich wieder gehen – nach einem Unfall.

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Monique van de Vorst über den Unfall, der ihr das Gefühl in den Beinen zurückbrachte. (Video: APTN-Video)

Ihr halbes Leben hat die Holländerin Monique van de Vorst im Rollstuhl verbracht. Bei einer Operation am Knöchel waren im Alter von 13 Jahren Komplikationen aufgetreten, seither war sie gelähmt. Die Kämpfernatur machte das Beste aus ihrer Situation und fand ihre Erfüllung im Sport. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann die heute 26-Jährige zwei Silbermedaillen. Es war das erste Mal, dass die Kategorie «Handbike» bei den Paralympics auf dem Programm stand. Auch liess sich van de Vorst bereits siebenmal als Weltmeisterin und viermal als Europameisterin feiern. Zudem gewann sie 2009 als erste Para-Triathletin den Ironman in Hawaii.

Und jetzt, kurz vor Weihnachten, ein kleines Wunder: Van de Vorst kann plötzlich wieder gehen. Zwar (vorerst) nur für wenige Minuten – doch sie steht auf ihren eigenen Beinen und braucht keine fremde Hilfe. Was ist geschehen? Die Holländerin erlitt dieses Jahr auf Mallorca einen Unfall mit einem Radfahrer. Danach bemerkte sie plötzlich unkontrollierte Spasmen und Gefühl in ihren Beinen. Sie begab sich in ärztliche Kontrolle, verbrachte mehrere Monate im Krankenhaus und in der Reha – und darf nun kurz vor den Festtagen die glückliche Meldung verbreiten, dass sie wohl künftig wieder «auf Augenhöhe» mit anderen Menschen sein wird, wie sie im Video oben sagt. Auf ihrer Homepage steht bloss: «Ich kann wieder gehen. Später mehr News...» Dazu ein Bild einer tanzenden Monique van de Vorst.

Zwar wird es wohl noch Jahre dauern, bis die 26-Jährige normal gehen kann. Doch bereits heute träumt sie laut «triathlon.de»: «Ich will eines Tages einen Marathon rennen. Einfach so wie meine 'normalen' Freunde.» Ein Beispiel, das vielen Menschen mit ähnlichem Schicksal in diesen Tagen wohl Hoffnung machen dürfte. Auch Samuel Koch, dem «Wetten dass..?»-Kandidaten, der die Festtage im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil verbringen muss und wohl nie mehr normal gehen können wird.

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