Wil SGChefärztin nach tödlichem Fehler vor dem Aus
Die verheerenden Fehler einer St. Galler Ärztin haben nicht nur dieser, sondern auch der Regierung Kritik eingebracht. An einer Pressekonferenz räumt Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann Fehler ein.

Gleich zwei folgenschwere Fehler haben eine St. Galler Ärztin in die Schlagzeilen gebracht.
Folgenschwerer Ärztepfusch in der Ostschweiz: Der Verwaltungsrat der Spitalverbunde des Kantons St. Gallen prüft, ob im Fall der 2007 im Spital Wil nach einer Geburt verstorbenen Frau disziplinarische Massnahmen angezeigt sind. Eine Chefärztin wurde deswegen schon zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt.
Diese Chefärztin ist trotz des Schuldspruchs wegen fahrlässiger Tötung weiterhin angestellt im Spital Wil. Der Verwaltungsrat wird nächste Woche definitiv darüber entscheiden, ob das Arbeitsverhältnis weitergeführt wird oder nicht, wie die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann am Mittwoch informierte.
Sie sagte vor zahlreichen Medienvertretern, sie würde heute früher informieren über den tragischen Fall. Das St. Galler Gesundheitsdepartement war in die Kritik geraten, zu spät reagiert und nicht die ganze Wahrheit mitgeteilt zu haben. Nächste Woche stehen weitere ehemalige Ärzte des Spitals Wil vor dem Kreisgericht.
Zweiter Faux-Pas
Der besagten Ärztin droht laut der «Weltwoche» noch mehr Ärger. Demnach habe die Frau vor zwei Jahren einer Patientin vergessen zu sagen, dass sie an Krebs erkrankt sei. Als sie diese dann zufällig auf dem Markt antraf, erkundigte sich die Ärztin, wie es mit der Behandlung der Krankheit vorwärts gehe. Verständlicherweise fiel die Frau aus allen Wolken. (aeg/sda)