Züri West: keine «Haubi Songs»

Aktualisiert

Züri West: keine «Haubi Songs»

Fast vier Jahre nach «Aloha from Züri West» kehren die Berner mit ihrem elften Album zurück.

Eine Schweizer Musikszene ohne Züri West ist kaum denkbar. Sie zeigten schon vor 20 Jahren, dass Mundartpop durchaus cool, melancholisch und definitiv unpeinlich sein kann. Wie leer die Musiklandschaft in den letzten Jahren war, machen schon die ersten Töne von «Haubi Songs» klar: Ein lethargisches Piano, ein ebensolcher Kuno Lauener, ein kryptischer Text – und schon ist das unverkennbare Züri-West-Gefühl wieder da.

Und diese Mischung aus verweinten Augen, Apathie und Hoffnung zieht sich durch das gesamte Album: Sei es das etwas kitschige «Ei einzigi Sekunde», die Robert-Palmer-Adaption «Johnny & Mary» oder das Rumpelstilz-Cover «Es Blatt im Wind» – keiner der elf Songs ist nur ein «hauber».

Die neuste Züri-West-Platte zeigt, das die Herren um Kuno Lauener auch im 24. Jahr ihrer Bandgeschichte immer noch die beste Mundart-Rockband der Schweiz sind.

Niklaus Riegg

«Haubi Songs» erscheint diesen Freitag.

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