Depeche Mode«Wir können euch nicht hören»
Depeche Mode und das Zürcher Publikum sind trotz diverser «Hits von früher» beim ersten Konzert der Kult-Band nicht wirklich miteinander warm geworden. Ob der zweite Auftritt interaktiver wird?
Depeche Mode hatten beim ersten seiner beiden Dezember-Konzerte kein leichtes Spiel. Zwar war das Zürcher Hallenstadion bis auf den letzten Platz gefüllt und die Zuhörer voller Vorfreude. Gemischt war das Publikum auch: Von jungen Teenies bis hin zu in die Jahre gekommenen Fans der ersten Stunde, von Anhänger im obligatorischem Schwarz bis hin zum weissgewandeten Hemdträger war alles vertreten.
Nachdem die Band einen Abstecher in die LP-Neuzeit genommen hatte und Songs vom Album «Sounds of the Universe» zum Besten gab, schlug die Stunde der alten Hits. «Walking in My Shoes» und «No Good» kamen an dritter und vierter Stelle. Stücke wie «Policy of Truth», «I Feel You» «World In My Eyes» und «Personal Jesus» kamen ebenfalls zum Zuge, doch ein bisschen haperte es an der Stimmung.
Ein ums andere Mal hielt Front-Mann Dave Gahan sein Mikro ins Publikum, doch mit der Textsicherheit haperte es selbst bei den bekanntesten Stücken. «We can't hear you», versucht der Brite das Publikum anzustacheln, doch es nützt nichts: Singen tun am Abend des 6. Dezember vor allem die Leute auf der Bühne. Und die gaben vor einem grossen Bildschirm alles, auch wenn man Gahan seine kürzliche Operation noch ansieht. Dem Sänger war ein bösartiger Tumor aus der Blase entfernt worden.