Heute sinkt für Sie: das Niveau

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Start des DschungelcampsHeute sinkt für Sie: das Niveau

«Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» ist am Start: Was die Kandidaten vor dem Showbeginn verraten, lässt tief blicken. Transvestit Lorielle London will Sex und «Mausi» Lugner 17 Jahre Ehe vergessen.

Philipp Dahm
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Philipp Dahm

Zum vierten Mal lädt RTL deutsche D-Prominenz ins Dschungelcamp: Ab de, 9. Januar, 22.15 Uhr, heisst es wieder «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!». Dann wird sich ein Fernsehphänomen wiederholen: Eine Sendung, über deren Niveau sich der deutschsprachige Raum ereifert, wird wieder Spitzenquoten einfahren. «Es geht um den Müll im Fernsehen, der aber merkwürdigerweise beklagt und gleichzeitig eingeschaltet wird», kommentierte das Medienmagazin «DWDL».

Dieser Widerspruch setzt sich auch in den Kosten fort: Trotz der zu erwartenden guten Quote erwaten die Fachleute keine kostendeckende Show. einen Zum einen sind die Produktionskosten im australischen Dschungel hoch, zum anderen ist der Verkauf von Reklameblöcken kein Selbstgänger. Laut «DWDL» wollen viele Werbekunden nicht mit dieser Art von Sendung in Verbindung gebracht werden, so dass RTL ein Verlustgeschäft machen wird.

Nur Knast ist härter

Wichtig für die Quote ist immer auch die Auswahl der Kandidaten. Und was die vorab so von sich geben, lässt einen ahnen, dass Staffel vier des Dschungelcamps auch die derbste werden könnte. Ingrid von Bergen, die 77-Jährige, die wegen Totschlags ihres Mannes vorbestraft ist, macht sich jedoch keine Sorgen. «Ich war fünf Jahre im Knast. Was soll mich schockieren?», fragte sie laut deutscher Zeitung «Die Welt».

Extrovertiertes kam wenig überraschend auch von Lorielle London alias Lory Glory alias Lorenzo. «Ich bin noch unberührt. Mehr als Küssen war bisher noch nicht bei mir. Jetzt würde ich gern im Camp entjungfert werden. Das ist ein Traum von mir», flötete der Transvestit der «Bild» in den Schreibblock. «Unterm Camp-Wasserfall fände ich es besonders romantisch. Ich bin ein Mädchen vom Lande, es draussen zum ersten Mal zu tun, das passt zu mir.»

«Ich will doch auch nicht Schwanz heissen»

Nicht in diesen Genuss kommen wird Camp-Schönling Nico Schwanz, von dem das so genannte Partygirl Giulia Siegel wenig intelligent meint: «Guter Körper, komplizierter Name.» Warum das Männermodel bei Lorielle keine Chancen hat, verriet die 25-Jährige wiederum der «Welt»: «Er ist auch gar nicht mein Typ, viel zu geleckt, und ich will doch auch nicht Schwanz heissen. Ich bin froh, wenn ich meinen los bin.» Soso!

Dass auch die verbleibenden Kandidaten nicht gerade für philosophische Diskussionen sorgen werden, lassen folgende Verbal-Perlen erahnen. Peter Bond etwa, früher «Glücksrad»-Moderator und heute Hartz-IV-Empfänger, meinte: «Ich sehe das als grossen Spass, der hoffentlich auch Reich-Ranicki Spass machen wird.» Heutzutage darf sich offenbar jede Fernseh-Nase auf die TV-Kritik des Deutschen beziehen. Und «Mörtel» Lugner, Ex von «Mausi» zitiert «Die Welt» so: «Ich glaube, dass einen der Dschungel nach 17 Jahren Ehe nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen kann.»

Hoffentlich doch!

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