Es gibt noch mehr SchneeDas Traumwetter ist bald nur noch ein Traum
Seit Tagen herrschen in den Bergen Traumbedingungen für Wintersportler. Damit ist nun aber vorerst Schluss: Silvester kann man getrost im Bett verbringen.
Es war in den vergangenen Tagen nicht immer einfach, im Büro im Flachland zu sitzen und auf Facebook all die Statusmeldungen, die sich zwar in der Lokalität, nicht aber im Tenor unterschieden, über sich ergehen zu lassen: «Traumwetter in den Bergen – es war noch nie so schön», hiess es zum Beispiel. Oder: «Piste gut, Pulver gut, Stimmung gut.» Oder ganz fies: «Wer jetzt nicht in die Höhe kommt, ist selber schuld.»
Damit ist nun aber vorderhand Schluss, prophezeit Meteorologe Reto Vögeli von MeteoNews: «Heute ist für eine Weile definitiv der letzte Traumtag in den Bergen. Das stabile Hoch zieht Richtung Osten weiter.» Ab morgen wird das Wetter unbeständig, am Freitag und Samstag wird es sogar nochmals kräftig Niederschlag geben.
Während es im Flachland an Silvester regnen wird, beglückt Frau Holle die Winterdestinationen mit der weissen Pracht – und zwar nicht zu knapp: «In den höheren Lagen gibt es verbreitet einen halben Meter, in gewissen Gebieten sogar einen Meter Neuschnee», so Vögeli. Die grösste Menge wird am Alpennordhang, zwischen dem Wallis und Nordbünden, fallen – also genau in denjenigen Regionen, wo ohnehin schon überdurchschnittlich viel Schnee liegt.
Lawinengefahr steigt an
Damit wird es gerade abseits der Piste wieder gefährlicher: «Wegen des Schneefalls und des starken Nordwestwinds steigt die Lawinengefahr vor allem im Norden und Westen wieder an», sagt Kurt Winkler von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Ob die Gefahrenstufe verbreitet auf drei (erheblich) oder gar vier (gross) gehoben werde, könne man derzeit noch nicht vorhersagen.
Pech hat, wer sich seine Ferientag für Anfang Januar aufgespart hat, um dem grössten Rummel auf der Piste zu entkommen: «Auch Anfang nächster Woche wird es nicht mehr gleich viel Sonne wie in den vergangenen Tagen geben. Das unbeständige Wetter auf der Alpennordseite hält an», sagt Vögeli. Für die in den vergangenen Tagen Daheimgebliebenen gibt es einen Trost: Dank den ergiebigen Niederschlägen wird es in den meisten Winterdestinationen noch eine ganze Weile «Pulver gut» heissen.
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