UnfallstatistikPro Jahr sterben 179 Menschen beim Sport
In der Schweiz starben in den Jahren 2007 und 2008 358 Menschen bei Sportunfällen. Am meisten Todesopfer forderten der Berg- und der Wintersport.

Die meisten tödlichen Sportunfälle passieren beim Berg- und beim Wintersport.
Von den 179 Personen, die in der Schweiz im Schnitt der Jahre 2007 bis 2008 jährlich beim Sport getötet wurden, kamen 82 beim Bergsport ums Leben. Die Hälfte der Getöteten waren Bergwanderer, die andere Hälfte verlor beim Bergsteigen, Klettern oder anderen Bergsportarten das Leben.
Beim Wintersport waren im Schnitt 38, beim Wassersport 25, beim Flugsport 14 und bei den anderen Sportarten 20 Menschleben pro Jahr zu beklagen. 42 Prozent der Wintersport-Opfer starben in Lawinen, 29 Prozent beim Sturz aus der Höhe. Nur drei Prozent starben bei Kollisionen.
29 Prozent aller Sport-Todesopfer in der Schweiz hatten ihren Wohnort im Ausland. Beim Berg-, beim Winter und beim Flugsport waren über ein Drittel der Todesopfer Ausländer. In allen Sportarten wurden mehr Männer als Frauen getötet.
Am meisten Verletzte im Wintersport
Jährlich verletzen sich rund 300 000 Personen beim Sport. Die meisten Verletzungen gibt es beim Wintersport und bei Ballspielen. Die meisten tödlichen Sportunfälle ereignen sich laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) beim Bergsport.
Im Schnitt der Jahre 2004 bis 2008 verletzten sich 302 200 Personen jährlich beim Sport. Beim Wintersport gab es 93 090, bei Ballspielen 91 860 Verletzte, wie aus der bfu-Statistik der Nichtbetriebsunfälle 2010 hervorgeht.
Bei den Ballspielen hatte sich über die Hälfte der Verletzten die Blessuren beim Fussball zugezogen. Beim Wintersport wurden über zwei Drittel der Verletzten beim Skifahren (Piste und Touren) sowie Snowboarden registriert.
Knapp 43 000 Verletzte gibt es jährlich bei Rad- und Rollsport, 27 000 bei Turnen und Leichtathletik, 15 000 beim Wassersport, und knapp 10 000 beim Bergsport. Der Rest verletzte sich beim Flugsport und anderen Sportarten.
Neun von zehn Bergsportverletzten sind Bergwanderer. Bergwanderen ist wohl der am meisten verbreitete Bergsport.
Beim Rad- und Rollsport, beim Turnen und beim Wintersport erleiden die unter 17-Jährigen am häufigsten Unfälle. Beim Bergsport ist die Altersruppe der 46- bis 64-Jährigen am stärksten betroffen. Bei den übrigen Sportarten verletzen sich die 26- bis 45-Jährigen am häufigsten.
Sturzhelme auf dem Vormarsch
Immer mehr Schneesportler tragen einen Helm. In den fünf letzten Wintern stieg der Anteil Helmtragenden Schneeportler laut bfu- Stichproben kontinuierlich von 42 auf 76 Prozent. Bei den unter 18-Jährigen tragen mittlererweile 95 Prozent einen Helm. Die Deutschschweizer sind fleissigere Helmträger als die Romands.
Die steigende Helmtragquote ist sicher ein Grund dafür, dass der Anteil der Kopfverletzungen bei Schneesportunfällen stagniert. Auf 100 Schneesportverletzte kommen seit 2004 jährlich 14 bis 16 Kopfverletze. (sda)
1500 Tote bei Haus- und Freizeitunfällen
600 400 Personen verletzten sich laut der Statistik der Nichtbetriebsunfälle 2010 der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) im Schnitt der Jahre 2004 bis 2008 pro Jahr im Haus und in der Freizeit. Sportunfälle sind hier nicht eingerechnet. 410 740 Verletzungen wurden bei Aktivitäten im Haus registriert. Knapp 107 000 Verletzte gab es im Ausgang sowie bei Volksfesten, Versammlungen oder in Vergnügungsparks, knapp 83 000 bei Nebengeschäftigungen wie Garten- Unterhalts- und Bastelarbeiten.
Etwas mehr als die Hälfte der Verletzten (rund 312 000) waren gestolpert oder von Leitern, Stühlen oder auf Treppen gestürzt. 105 000 hatten sich an Scherben oder Blech geschnitten.
Knapp die Hälfte der im Haus verunfallten waren unter 17 Jahre alt. Bei den Unfällen bei Nebenbeschäftigungen war die Altersgruppe der 26- bis 45-Jährigen am stärksten betroffen.
1482 Personen wurden 2007 bei Haus- und Freizeitaktivitäten getötet. Bei 82 Prozent war die Todesursache ein Sturz. 87 Prozent der Getöteten waren über 65 Jahre alt. (sda)