Essen mit NebenwirkungenAuf einmal ist Fast Food noch unappetitlicher
Burger und Pizza geniessen schon jetzt nicht den besten Ruf. Doch nun zeigt sich, es ist noch viel schlimmer.
Jede Menge Salz und Zucker, viel Fett sowie Geschmacksverstärker: Klassisches Fast Food ist wahrlich kein Paradebeispiel für gesunde Ernährung. Zusätzlich haben Forscher der George-Washington-University nun noch Weichmacher aus der Gruppe der Phtalate (siehe Box) nachgewiesen, die über die Verpackung in die Speisen gelangt sind.
Für die im Fachjournal «Environmental Health Perspectives» erschienene Studie hat das Team um Ami Zota untersucht, wie viele der Chemikalien über die Nahrung in den menschlichen Körper gelangen. Dafür befragten sie insgesamt 8877 Männer und Frauen zu ihrer Ernährung in den vorangegangenen 24 Stunden und analysierten anschliessend deren Urinproben auf Abbauprodukte von Diethylhexylphthalat (DEHP) und Diisononylphthalat (DINP), den zwei gängigsten Weichmachern.
Je mehr, desto ungesünder
Dabei zeigte sich: Je mehr Fast Food die Probanden gegessen hatten, desto höher war auch die Weichmacher-Konzentration in ihrem Körper. Und nicht nur das: «Verglichen mit Nichtkonsumenten hatten Teilnehmer mit geringem Fast-Food-Konsum um 15,5 Prozent und die mit viel Fastfood um 23,8 Prozent höhere Werte des DEHP-Abbauprodukts im Urin», werden die Forscher von der Hochschule zitiert.
Noch grösser waren die Unterschiede bei DINP: Hier hatten Fans von Burgern, Pizza und Fertiggerichten sogar 40 Prozent mehr Abbauprodukte im Urin als die, die ihr Essen in den letzten 24 Stunden selbst zubereitet hatten. Welche Art Fast Food gegessen worden war, spielte dabei kaum eine Rolle. Allerdings, so die Forscher, scheint ein hoher Anteil von Fleisch und Getreideprodukten die Aufnahme von Weichmachern zu erhöhen.
Zota und ihre Kollegen zeigen sich ob der Resultate besorgt. Sie raten, Fast Food so selten wie möglich zu konsumieren.