Steaks und Würste können Brustkrebs verursachen

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ErnährungsstudieSteaks und Würste können Brustkrebs verursachen

Schlechte Nachrichten für Fleisch-Liebhaberinnen: Frauen, die viel rotes Fleisch essen, erkranken häufiger an Brustkrebs. So das Ergebnis einer Langzeitstudie aus den USA.

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Junge Frauen sollten rotes Fleisch nur in Massen geniessen.

Junge Frauen sollten rotes Fleisch nur in Massen geniessen.

Viel Fleisch zu essen, ist ungesund. Das zeigen mehrere Studien. Die Folgen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Blasen-Krebs sein. Besonders unter Beschuss: rotes Fleisch wie das vom Rind, Schwein oder Lamm sowie Wurstwaren. Dieses sollte man laut Wissenschaftlern nur in Massen essen.

Besonders zurückhaltend müssen einer neuen Studie zufolge vor allem Frauen sein. Denn wenn sie in jungen Jahren viel rotes Fleisch essen, haben sie ein grösseres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als jene, die mehr Geflügel, Fisch oder Eier essen. Das berichten die Forscher um Maryam Farvid von der Harvard School of Public Health in Boston im «British Medical Journal».

22 Prozent grösseres Risiko

Das Team hatte die Daten einer grossen US-amerikanischen Langzeitstudie ausgewertet, in der seit 1991 Informationen zu der Ernährung von rund 88'000 Frauen im Alter zwischen 24 und 43 Jahren erfasst worden waren. In den 20 Jahren nach Beginn der Erhebung waren 2830 von ihnen an Brustkrebs erkrankt. Wobei jene Frauen, die 1991 am meisten rotes Fleisch gegessen hatten, ein rund 22 Prozent höheres Brustkrebsrisiko hatten als die, die dieses am seltensten verzehrt hatten.

Auch andere Risikofaktoren wie Alkoholkonsum oder Rauchen bezogen die Forscher in ihre Berechnungen mit ein. Demnach rauchten die rotes Fleisch liebenden Frauen beispielsweise häufiger und hatten einen höheren BMI - alles Faktoren, die im Zusammenhang mit einem höheren Krebsrisiko stehen.

Junge Jahre sind entscheidend

Aufgrund der Daten folgern die Forscher, dass die Frauen ihr Brustkrebsrisiko um 14 Prozent senken könnten, wenn sie täglich eine Portion rotes Fleisch durch Geflügel, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Fisch ersetzen würden.

Farvid und ihre Kollegen weisen jedoch darauf hin, dass sich ihr Ergebnis nicht mit früheren Studien decken würde. Dies jedoch wohl deshalb, weil diese die Ernährungsgewohnheiten im mittleren bis älteren Erwachsenenalter auf das Krebsrisiko untersucht hätten.

Jedoch gebe es Hinweise darauf, dass die Lebensumstände in jüngeren Jahren einen stärkeren Einfluss hätten. So hätten beispielsweise Frauen, die der Strahlung der Atombomben von Hiroshima oder Nagasaki (1945) in jungen Jahren - zwischen der ersten Regelblutung und der Geburt des ersten Kindes - ausgesetzt waren, ein stärker erhöhtes Brustkrebsrisiko als jene Frauen, die damals schon älter als 30 Jahre waren.

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