Barbara Burtscher«Sogar besser als Sex»
Die Schweizer Astronauten-Hoffnung Barbara Burtscher sprang gestern in Memphis (USA) auf 10 Kilometern über Meer aus einem Flugzeug. Es seien die besten zwei Minuten in ihrem Leben gewesen, so die 25-Jährige.
Halo-Jump aus 10 Kilometer Höhe: Barbara Burtscher mit ihrem Tandempartner.
Mit rund 300 Stundenkilometern raste die Astrophysikerin – ausgerüstet mit einer Sauerstoffmaske, einem Thermoanzug und einem Fallschirm – aus 10 000 Metern Richtung Erde: Rund zwei Minuten dauerte der freie Fall; von minus 40 bis plus 25 Grad. «Es ist ein überwältigendes Feeling, der absolute Hammer – ich möchte gleich nochmals springen gehen», so die 25-Jährige wenige Minuten nach der erfolgreichen Landung zu 20 Minuten. «Das waren die besten zwei Minuten meines Lebens, sogar besser als Sex.» Nervosität ja, aber Angst, dass etwas schiefgehen könnte, hatte die Kantilehrerin nicht. «Ich konnte meinem Tandempartner voll und ganz vertrauen.»
Aus einer solch gigantischen Höhe zu springen und erst ganz tief unten den Fallschirm zu ziehen, wagten vor der Wattwilerin weltweit erst drei Frauen. Ein solcher sogenannter Halo-Jump ist Teil ihrer Ausbildung auf dem Weg ins Weltall. Grund: Astronauten müssen im Notfall aus einem Spaceshuttle aussteigen können.
*Berichtigung vom 18. August 2010
Barbara Burtscher hat nie das NASA-Astronautentraining besucht und war auch nicht NASA-Mitarbeiterin, wie sie das in zahlreichen Gesprächen gegenüber verschiedenen Medien vorgab. Tatsächlich war sie 2009 und 2010 im U.S. Space and Rocket Center (Spacecenter), welches aber nicht von der NASA betrieben wird. (red)