Fifa-Doc unterstützt Verband – Vonlanthen läuft ins Abseits
Johan Vonlanthens Vorpreschen scheint vergeblich: Für Cuno Wetzel, Arzt des Schweizer Nationalteams, bleibt der Stürmer nicht WM-tauglich. Die Fifa zweifelt nicht an dieser Aussage.
Johan Vonlanthen fordert seinen Platz im Schweizer WM-Kader sofort wieder zurück. Eine MRI-Diagnose bestätigt laut Vertrauensarzt Heinz Bühlmann seine Trainingsfähigkeit. «Vonlanthen ist körperlich gesund und kann sogar joggen», sagt auch Cuno Wetzel. Aber für den Nati-Arzt bleibt er nicht WM-tauglich. «Wir raten ihm dringend ab, verfrüht mit dem Training zu beginnen. Er läuft Gefahr, dass der Muskel im Oberschenkel ganz reisst. Das würde ihn um Wochen zurückwerfen.»
Der SFV habe der Fifa gestern dennoch weitere ärztliche Unterlagen gegeben, so Ernst Lämmli, Delegierter des Nationalteams. Der Weltverband prüft den SFV-Antrag und entscheidet, ob Hakan Yakin für Vonlanthen nachnominiert werden darf.
Grundsätzlich sei hierzu die Einschätzung des Teamarztes ausschlaggebend, betonte der zuständige Fifa-Arzt Jiri Dvorak. Der Mediziner liess erkennen, dass er am Urteil der Schweizer Team-Ärzte keinesfalls zweifelt. Auch Lämmli tut dies nicht und bedauert Vonlanthens Vorgehen: «Aber wie alle andern hat auch er das Recht, sich zu wehren, nur verbessert das seine Position im Team nicht unbedingt.»
(pbt)