B-21 Stealth BomberUSA enthüllen diese Woche das modernste Kampfflugzeug aller Zeiten
Am Freitag will Hersteller Northrop Grumman den B-21 Raider vorstellen: Beim Tarnkappenbomber soll es sich um das modernste Kampfflugzeug aller Zeiten handeln. Das Programm lässt sich die Air Force 203 Milliarden Dollar kosten.
Darum gehts
- Am Freitag wird ausgewählten Kreisen in Kalifornien erstmals ein B-21-Bomber gezeigt.
- Er soll das modernste Kampfflugzeug der Welt sein und viel mehr können als bisherige Flugzeuge.
- Auch China soll an einem ähnlichen Flugzeug tüfteln.
«Der B-21 ist das fortschrittlichste Militärflugzeug, das je gebaut wurde – es ist ein Produkt von pionierhafter Innovation und technologischer Spitzenleistung», sagt Dough Young, Vizepräsident von Northrop. «Der Raider spiegelt die Hingabe und die Fähigkeiten Tausender Mitarbeitender wider, die diese täglich einbringen, um dieses Flugzeug zu bauen.» Bisher sind nur Visualisierungen des Jets vorhanden – und ein Werbevideo des Herstellers auf Youtube.
Die Rede ist vom nagelneuen Tarnkappenbomber B-21, den das Unternehmen am Freitag auf dem Gelände seines Werks in Palmdale in Kalifornien enthüllen will. Den Auftrag dazu hatte der Flugzeugbauer 2015 erhalten, das Projekt dürfte in den nächsten dreissig Jahren insgesamt stolze 203 Milliarden Dollar verschlingen. Der Jet wurde gebaut, um Langstrecken-Einsätze zu fliegen – je nachdem, auch mit atomaren Waffen bestückt – und sich in der Luft mit modernster Tarnkappentechnologie zu tarnen.
«Die B-21 wird auch die härtesten Abwehrmassnahmen durchdringen und präzise Luftschläge überall in der Welt ausführen können», schwärmt der Hersteller auf seiner Website. Derzeit seien weniger als zehn Prozent der Air-Force-Flugzeuge dazu in der Lage. Nebst seiner Form als Nurflügler und der speziellen Oberflächenbeschichtung, die ihn für feindliche Radarsysteme schwer zu entdecken machen soll, soll er vor allem über besonders hoch entwickelte Elektronik und Waffensysteme verfügen: Dies mache das Flugzeug auch für Aufklärungs- oder Stör-Missionen geeignet.
Ab Mitte Jahrzehnt im Einsatz
Zudem ermögliche die integrierte «open systems architecture» künftig rasche Updates und Anpassungen. Auch soll die Elektronik der B-21 Kooperation mit unbemannten Fluggeräten ermöglichen und so auch in «Umgebungen maximaler Luftverteidigung» bestehen können. Auch als fliegender Kommandostand soll der Jet einsetzbar sein, der wohl etwa ab 2025 startklar sein sollte.
Derzeit werden sechs Exemplare zusammengebaut, im kommenden Jahr sollen die ersten Maschinen für Testreihen abheben. Insgesamt will die Air Force mindestens 100 Stück der B-21 anschaffen, der ersten Neuentwicklung seit dem Ende des Kalten Krieges. Laut der Fach-Plattform Realcleardefense.com könnte das Flugzeug mit einem Stückpreis von 623 Millionen Dollar «der zentrale Player bei der Revolutionierung der Schlagkraft der Air Force» werden. Kein Wunder, interessieren sich die Chinesen, die an einem ähnlichen Jet tüfteln, und Russland besonders für den Jet. Die beiden Länder sind bei der Präsentation vom Freitag aber nicht eingeladen.
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