19.03.2026
Do 06:37
US-Geheimdienstchefin widerspricht Trump öffentlich
Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard erklärte am Mittwoch, der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit «bald» sogar die USA angreifen.
Durch den US-israelischen Einsatz «Mitternachtshammer» vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm «vernichtet» worden, bekräftigte Gabbard in ihrer schriftlichen Erklärung vor einer öffentlichen Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats. «Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen», heisst es darin unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste.
Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer «unmittelbar bevorstehenden Bedrohung» durch das iranische Atomprogramm begründet. In seiner Rede zur Lage der Nation am 25. Februar hatte er dem Iran zudem vorgeworfen, «Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten von Amerika erreichen werden».


















