WashingtonWeisses Haus: Trump hat «chronische Veneninsuffizienz»
Ein Kamerazoom auf Trumps Handrücken sorgt erneut für Spekulationen. Das Weisse Haus verweist auf «zu viel Händeschütteln».
Darum gehts
- Ein mysteriöser Fleck auf Donald Trumps Hand sorgt für Spekulationen über seine Gesundheit.
- Das Weisse Haus erklärt den Fleck mit häufigem Händeschütteln, was Experten bezweifeln.
- Der Fleck taucht seit dem Frühjahr 2024 immer wieder auf und wird oft mit Abdeckstift kaschiert.
Während er am Dienstagabend vor dem Weissen Haus mit Reportern sprach, zoomte ein Kameramann auf die Hand des US-Präsidenten. Auf Donald Trumps Handrücken war deutlich eine grosse helle Fläche zu sehen, die nicht zu seinem Hautton passte. Der mysteriöse Fleck löste erneut Besorgnis über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten aus.
Offenbar habe Trump versucht, einen Bluterguss «mit einer ordentlichen Dosis Abdeckstifts» zu kaschieren, mutmasste «The Daily Beast» und fragte sofort beim Mediendienst des Weissen Hauses nach. «Präsident Trump ist ein Mann des Volkes und trifft täglich mehr Amerikaner als jeder andere Präsident in der Geschichte. Er schüttelt dabei jedem die Hand», lautete die skurrile Erklärung von Pressesprecherin Karoline Leavitt.
Alle paar Wochen taucht der Fleck auf
Es ist weder das erste Mal, dass Trump einen grossen blauen Fleck auf dem rechten Handrücken hat, noch das erste Mal, dass das Weisse Haus eine bizarre Ausrede vorbringt. Der blaue Fleck trat erstmals im Frühjahr 2024 auf und scheint alle paar Monate wieder aufzutauchen. Seit seinem Amtsantritt wurde Trump mindestens im Februar, April und Juni mit dem blauen Fleck gesichtet.
Im Januar 2024 wurden bei Trump ausserdem verkrustete rote Flecken an der Handfläche und den Fingern seiner rechten Hand festgestellt, was sogar die Vermutung einer Syphilis-Erkrankung aufkommen liess.
Experten zweifeln an Leavitts Darstellung. Neal Patel, Allgemeinmediziner am Providence St. Joseph Hospital in Kalifornien, sagte bereits beim ersten Vorfall, Händeschütteln allein sei wahrscheinlich nicht die Ursache für die Blutergüsse gewesen. «Ich behandle viele Geschäftsleute und habe noch nie erlebt, dass sie durch zu viel Händeschütteln blaue Flecken bekommen», meinte Patel gegenüber «Daily Mail». «Ich halte es für möglich, aber das käme nicht auf meine Liste der möglichen Ursachen.»
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Chronische Veneninsuffizienz
Am Donnerstag wurde das Thema von Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erneut aufgegriffen: Der US-Präsident habe sich einer Gefässuntersuchung unterziehen müssen, nachdem er eine Schwellung in den Beinen festgestellt hatte.
Es sei eine chronische Veneninsuffizienz festgestellt worden – «eine gutartige und häufige Erkrankung, insbesondere bei Personen über 70 Jahre», so Leavitt. Es gebe keine Hinweise auf eine tiefe Venenthrombose oder arterielle Erkrankung, und ein Echokardiogramm habe eine normale Struktur und Funktion des Herzens gezeigt.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
