Marius Borg Høiby schaut die WM im Gefängnis

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Livetickeraktualisiert am Montag, 13. Juli, 2026

Oslo
Mit Fussfessel auf Skaugum: Marius Borg Høiby darf zu Mette-Marit

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin steht in Oslo vor Gericht. Mehrere Frauen werfen ihm unter anderem Vergewaltigung vor. Im Ticker bist du immer auf dem neusten Stand.
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Darum gehts

  • Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, muss sich vor Gericht verteidigen.
  • Mehrere Frauen werfen ihm unter anderem Vergewaltigung vor.
  • Der Norweger sagt im Prozess selbst aus.

Für die norwegische Königsfamilie ist der Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) der grösste Skandal in jüngerer Zeit. Gewalt, Drogen und schwere Sexualdelikte – die Vorwürfe gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sind heftig und bestimmen seit dem Sommer 2024 die Schlagzeilen. Kurz vor Prozessbeginn wurde er wegen neuer Taten bereits zu vier Wochen Untersuchungshaft verurteilt.

In diesen Punkten wurde Marius Borg Høiby angeklagt

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13.07.2026

Mo 15:16

Marius darf vier Wochen nach Hause

Das Bezirksgericht Oslo hat am Montag entschieden, dass Marius Borg Høiby (29) vier Wochen lang mit einer elektronischen Fussfessel auf dem Anwesen Skaugum in Untersuchungshaft bleiben darf. Das berichten mehrere norwegische Medien, darunter die Rundfunkanstalt NRK und die Tageszeitung «Dagbladet» übereinstimmend. Høiby, der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52), habe die Entscheidung akzeptiert.
Wann kommt Marius Borg Høiby aus dem Gefängnis?
Die Staatsanwaltschaft will gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts jedoch Berufung mit aufschiebender Wirkung einlegen. Dafür hat sie bis zum 14. Juli um 12:00 Uhr Zeit. Wann Høiby das Gefängnis tatsächlich verlassen kann, bleibt damit zunächst offen.

08.07.2026

Mi 18:08

Gefängnisdirektorin spürt WM-Stimmung

Am Samstagabend spielt das norwegische Fussballnationalteam den grössten Match seiner Geschichte und kämpft mit England um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft. Selbst im Ila-Gefängnis westlich von Oslo, in dem Marius zurzeit in einer Zelle sitzt, fiebern die Norweger diesem Spiel entgegen, wie die Gefängnisdirektorin Tonje Sandal «Bild» erzählt.
«In der Haftanstalt herrscht das gleiche WM-Fieber wie draussen im Land, viele verfolgen die Spiele. Es gibt Fernseher in den Gemeinschaftsräumen und in den Zellen. Sie können Fussball schauen, wo sie wollen. Da die Häftlinge alle Fernseher in ihren Zellen haben, können sie auch in der Nacht Fussball schauen, wenn sie das wollen», sagt Sandal der deutschen Zeitung.

24.06.2026

Mi 14:11

Marius bleibt bis Mitte Juli Untersuchungshaft

Laut der norwegischen Zeitung «Aftenposten» akzeptiert Marius seine Untersuchungshaft und bleibt bis zum 13. Juli im Gefängnis. An der Urteilsverkündung Mitte Juni kündigte sein Anwaltsteam an, sowohl gegen die vierjährige Haftstrafe und die Fortdauer der Untersuchungshaft Berufung einlegen zu wollen. Letzteres haben sie nun unterlassen.
Høiby wurde wegen zweifacher Vergewaltigung, häuslicher Gewalt gegen Nora Haukland und mehrerer Delikte gegen das Opfer, bekannt unter dem Pseudonym Frau aus Frogner, zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Es wird erwartet, dass die Berufung im nächsten Jahr vor dem Borgarting Court of Appeal behandelt wird.
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15.06.2026

Mo 16:15

Marius will Berufung einlegen

Nach der Urteilsverkündung in Oslo haben die Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs direkt Marius Borg Høiby (29) im Gefängnis besucht. Anschliessend verkündeten sie gegenüber norwegischen Medienvertretern, dass der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) Berufung einlegen wird.
Die Anwälte fanden gegenüber «Dagbladet» deutliche Worte über das Treffen: «Er ist natürlich sehr erfreut über die unserer Ansicht nach recht zahlreichen Freisprüche, aber er ist überzeugt, dass er bei den Vergewaltigungsvorwürfen eindeutig unschuldig ist.» Er habe seine frühere Partnerin Nora Haukland ausserdem «in keiner Weise misshandelt». Die Verteidiger weiter: «Er ist sich absolut sicher, dass Berufung eingelegt werden muss.» Ein Berufungsverfahren könnte laut der Verteidiger 2027 beginnen.

15.06.2026

Mo 13:05

Palast hält sich bedeckt zu Urteil von Marius

Schon während des Prozesses gegen Marius Borg Høiby (29), dem ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), hatte sich das norwegische Königshaus sehr zurückhaltend geäussert. Und auch nach dem Urteil scheint man am Hofe den Weg der royalen Zurückhaltung zu diesem Thema weiter zu beschreiten.
Auf eine Reaktion der Königsfamilie dürfen die Norweger wohl nicht hoffen. Wie «VG» berichtete, habe der Palast per E-Mail mitgeteilt, dass das Königshaus den Ausgang des Verfahrens nicht kommentieren werde. «Der Fall wurde vom Gericht bearbeitet, und das Königshaus gibt zum Ergebnis keinen Kommentar ab», wird aus dem Schreiben zitiert. Auch «Aftenposten» erhielt diese Antwort aus der Kommunikationsabteilung des Palastes.

15.06.2026

Mo 10:46

«Marius ist verzweifelt möchte bei seiner Mutter sein»

Damit ist die Urteilsverkündung beendet. Ob Marius bis zu einer möglichen Berufung aus dem Gefängnis darf, bleibt noch unklar.
Die Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs, kündigten an, eine Berufung zu prüfen. Ausserdem erklärten sie, dass sie Marius nun besuchen werden. Andenæs sagte, es sei wichtig, die Möglichkeit zu nutzen, Høiby aus der Haft entlassen zu bekommen. «Er ist verzweifelt, weil er bei seiner Mutter sein möchte», sagt sie.

15.06.2026

Mo 09:32

Verteidigung beantragt Marius' Freilassung aus U-Haft

Verteidiger Petar Sekulic beantragt, dass Marius Borg Høiby aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Høiby befindet sich seit Anfang Februar in Untersuchungshaft und verfolgt die Urteilsverkündung per Videolink aus dem Gefängnis Ila.
Sekulic bittet darum, den Antrag hinter verschlossenen Türen zu behandeln. John Christian Elden erinnert daran, dass bei solchen Anträgen in der Regel kein Ausschluss der Öffentlichkeit gilt, sondern lediglich ein Berichtsverbot.
Das Gericht behandelt nun die Frage, ob Høiby aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Die Presse darf im Saal bleiben, über diesen Teil der Verhandlung aber vorerst nicht berichten.
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15.06.2026

Mo 09:19

Marius muss erneut an die Fahrprüfung

Høiby wird auch wegen mehrerer Verkehrsverstösse verurteilt. Diese führen laut Gericht zu einem zusätzlichen Strafaufschlag von 13 Tagen.
Ausserdem verliert er seine Fahrberechtigung für mehr als ein Jahr. Danach muss er die Fahrprüfung erneut ablegen.

15.06.2026

Mo 09:13

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Marius Borg Høiby wird wegen insgesamt 34 Gesetzesverstössen verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft innerhalb von zwei Wochen Berufung einlegen können.
Ob Høiby in Berufung geht, ist derzeit nicht bekannt.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert. Die Verteidigung hatte für eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten plädiert.

15.06.2026

Mo 09:07

Schuldig bei mehreren Anklagepunkten um die Frogner-Frau

Das Gericht befasst sich nun mit den Anklagepunkten zur Frau aus Frogner. Mehrere davon hatte Høiby bereits eingeräumt.
Er wird unter anderem wegen drei Fällen sexuell verletzenden Verhaltens verurteilt, ausserdem wegen der Zerstörung ihres Laptops und wegen Störung ihres persönlichen Friedens.
Ein Teil betrifft Vorfälle in einem Lokal und später auf Skaugum. Für den Vorfall im Lokal hatte Høiby die Schuld anerkannt, nicht aber für das Geschehen auf Skaugum. Das Gericht sieht es jedoch als bewiesen an, dass er gegen eine Tür schlug, sodass Glas zerbrach. Dieses Verhalten wertet das Gericht als rücksichtslos.
Zudem wird Høiby wegen Körperverletzung beziehungsweise Gewalt gegen die Frau aus Frogner verurteilt – auch diesen Punkt hatte er selbst eingeräumt.

15.06.2026

Mo 09:05

Nora Haukland hatte «realen Grund hatte, weitere Gewalt zu fürchten»

Das Gericht verurteilt Høiby wegen Misshandlung in einer nahen Beziehung gegen Nora Haukland. Laut Richter ist erwiesen, dass er ihr mehrfach körperliche Gewalt antat und sie «realen Grund hatte, weitere Gewalt zu fürchten».
Die Beziehung sei zwar von gegenseitiger Eifersucht geprägt gewesen, entscheidend sei aber Høibys Reaktion gewesen: Wut, grobe Beschimpfungen, Kontrolle und herabwürdigendes Verhalten. Das Gericht sieht auch Kontrollversuche gegenüber Haukland, etwa bei Kleidung und Auftreten.
Dass Haukland Høiby ebenfalls einmal geschlagen haben soll, ändere nichts am Gesamtbild. Auch ein mögliches wirtschaftliches Motiv wurde geprüft – das Gericht hält ihre Aussage dennoch für glaubwürdig.

15.06.2026

Mo 08:57

Im Fall der Hotel-Frau freigesprochen

Im Fall der Frau aus dem Hotel wird Høiby vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.
Høiby hatte die Frau bei einer Party kennengelernt. Später gingen beide gemeinsam auf ihr Hotelzimmer, wo es zunächst zu einvernehmlichem Sex kam. Die Staatsanwaltschaft warf Høiby vor, die Frau danach vergewaltigt zu haben. Høiby bestritt den Vorwurf – und das Gericht folgt ihm in diesem Punkt.
Das Gericht verweist auf umfangreiches Video- und Bildmaterial. Dieses zeige überwiegend aktive sexuelle Handlungen. Die Frau sei auf den Aufnahmen zu hören und zu sehen, es gebe Bewegungen und Geräusche von ihr. Deshalb hält das Gericht es nicht für bewiesen, dass sie nicht in der Lage war, sich der sexuellen Handlung zu widersetzen.
Auch in diesem Fall wird er allerdings wegen heimlicher Aufnahmen verurteilt.

15.06.2026

Mo 08:54

Für die Taten an Nora Haukland schuldig gesprochen

Marius Borg Høiby wird wegen Gewalt in der Beziehung gegen seine Ex-Freundin Nora Haukland verurteilt.
Marius mit seiner Ex-Freundin Nora Haukland am Rande der ELLE Sommerparty 2023 in der Villa Heftye in Oslo.
Marius mit seiner Ex-Freundin Nora Haukland am Rande der ELLE Sommerparty 2023 in der Villa Heftye in Oslo. danapress
Ihr Verteidigungsteam Heidi Reisvang und John Christian Elden reagieren erleichtert auf das Urteil. Misshandlung in einer nahen Beziehung sei ein ernstes gesellschaftliches Problem – und oft schwer zu beweisen, erklären sie.
Haukland sei erleichtert, dass das Gericht ihrer Darstellung vollständig gefolgt sei. Sie hoffe nun, dass das Urteil einen endgültigen Schlusspunkt in dieser Sache setze.

15.06.2026

Mo 08:51

Im Fall der Lofoten-Frau wird Marius teilweise freigesprochen

Im Fall der Frau aus Lofoten spricht das Gericht Høiby vom Vorwurf der Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr frei.
Richter Efjestad betont, das Gericht zweifle nicht daran, dass die Frau die Ereignisse so geschildert habe, wie sie sie in Erinnerung habe. Für eine Verurteilung wegen Vergewaltigung gelte jedoch ein strenger Beweismassstab.
Im selben Fall wird Høiby jedoch wegen des Filmens der Frau verurteilt. Unbestritten sei, dass er sie filmte und dass sie dazu nicht eingewilligt hatte. Das Gericht sieht dies unter anderem durch eine zeitnah erstellte Notiz der Frau gestützt. Die Tat wird als sexuell verletzendes Verhalten gewertet.
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15.06.2026

Mo 08:49

Schuldig wegen Vergewaltigung auf Skaugum

Das Gericht geht nun zu den einzelnen Anklagepunkten über und beginnt mit den Vergewaltigungsvorwürfen.
Richter Efjestad betont erneut, dass das Gericht zweifelsfrei davon überzeugt sein müsse, dass Høiby sich an den Geschädigten vergangen habe – und dass die jeweilige Frau nicht in der Lage gewesen sei, sich der Handlung zu widersetzen.
Im Fall der Frau von der Party kommt das Gericht zu dem Schluss, dass Høiby der Vergewaltigung schuldig ist. Im Verfahren sei Videomaterial vorgelegt worden. Die Aufnahmen zeigten sexuelle Handlungen mit dem Einführen von Fingern. Die Frau liege dabei völlig still, es seien weder Geräusche noch Bewegungen zu erkennen. «Das Gericht hält es für bewiesen, dass sie während der Aufnahmen geschlafen hat», sagt der Richter.

15.06.2026

Mo 08:41

Marius muss den Opfern zusätzlich Geld zahlen

Neben der Haftstrafe verurteilt das Gericht Marius Borg Høiby auch zu mehreren Entschädigungszahlungen.
An die Frau von der Party muss er umgerechnet 5000 Franken  sowie weitere 14'000 Franken zahlen. Die Frau von der Afterparty erhält 17'000 Franken.
Nora Haukland werden 8400 Franken zugesprochen, die Frau aus Frogner erhält 9200 Franken.
Keine Entschädigung muss Høiby dagegen an die Frau aus Lofoten und die Frau aus dem Hotel zahlen.

15.06.2026

Mo 08:35

Marius muss vier Jahre ins Gefängnis

Marius Borg Høiby wird zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Von 40 Anklagepunkten wurde er lediglich von vier freigesprochen. Dazu gehören der Vorwurf einer Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr an der Frau aus Lofoten sowie der Vorwurf einer Vergewaltigung ohne Geschlechtsverkehr im Fall der Frau aus dem Hotel.
Zudem wird gegen ihn ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber der Frau aus Frogner verhängt.

15.06.2026

Mo 08:28

Urteilsverkündigung könnte sich ziehen

Die Urteilsverkündung könnte eine Weile dauern. Grund ist die lange Liste der Anklagepunkte: Zu jedem einzelnen Vorwurf muss der Richter erläutern, warum er den Angeklagten schuldig oder nicht schuldig spricht. Marius ist in 40 Punkten angeklagt.
IMAGO/NTB

15.06.2026

Mo 08:17

Marius ist nicht im Gericht

Der Angeklagte selbst wird nicht im Gericht vor Ort sein. Marius Borg Høiby verfolgt die Urteilsverkündigung per Video-Schalte. Letzte Woche musste der 29-Jährige wegen gesundheitlicher Probleme in ein Spital gehen – er konnte das Krankenhaus zwar zwei Tage später wieder verlassen, wird am heutigen Tag jedoch nicht im Saal anwesend sein.
Dass der Sohn von Mette-Marit ins Gefängnis muss, gilt laut Experten als wahrscheinlich.

15.06.2026

Mo 08:14

Heute wird das Urteil verkündet

Am Montagmorgen um 08.30 Uhr wird das Gericht eröffnet. Richter Jon Sverdrup Efjestad wird dann das Urteil des Osloer Bezirksgerichts gegen Marius Borg Høiby verlesen. Dabei erfährt der Sohn der Kronprinzessin zuerst, wie lange er ins Gefängnis muss. Danach werden die Richter ihren Entscheid anhand der Beweise erläutern.
Der vorsitzende Richter Jon Sverdrup Efjestad wird heute das Urteil verkünden.
Der vorsitzende Richter Jon Sverdrup Efjestad wird heute das Urteil verkünden.IMAGO/NTB
Høibys Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs sind vor Ort, während er selbst per Live-Schaltung vom Urteil erfährt.
Von den Geschädigten befindet sich nur die Afterparty-Frau im Gerichtssaal. «Das ist sehr mutig von ihr», sagt ihre Anwältin Hege Salomon gegenüber «VG». Sie sei gespannt auf das Ergebnis.
Die Staatsanwaltschaft hat für Marius Borg Høiby eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert. Er ist wegen insgesamt 40 Gesetzesverstössen angeklagt. Die Anklage will ihn in 39 Punkten verurteilt sehen.
Die Verteidigung sieht das anders: Sie fordert, dass Høiby nur für jene Taten verurteilt wird, die er selbst eingeräumt hat. Das entspreche nach Ansicht der Verteidiger einer Strafe von einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis.

13.05.2026

Mi 10:13

Wegen Vergewaltigungsvorwürfen: Isolationshaft macht Marius Mühe

Marius Borg Høiby (29) tut sich wohl schwer im Gefängnis. In einem Gastbeitrag der Zeitung «Nettavisen» klagt er über die «enorme psychische Belastung» seiner Inhaftierung. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) wartet aktuell in einem Hochsicherheitsgefängnis in Oslo auf sein Urteil. Dieses soll am 15. Juni gefällt werden.
Marius hat kaum menschlichen Kontakt. Abgesehen von den Beamten sieht er lediglich seine Besucher zwei- bis dreimal in der Woche. Von anderen Insassen wird er nach eigenen Aussagen komplett «abgeschirmt». Aufgrund der Vergewaltigungsvorwürfe stehe er in der Gefängnishierarchie an unterster Stelle, und es bestehe die Gefahr von Übergriffen durch andere Häftlinge.
Seine Einzelhaft sei also eine notwendige Massnahme zu seinem eigenen Schutz, die aber auch der Hauptgrund für sein Leid hinter Gittern ist.
Marius' Anwaltsteam hat bereits mehrfach einen Antrag auf seine Entlassung gestellt. Dieser wurde aber vom Gericht abgelehnt. Marius muss bis zu seiner Urteilsverkündung im Gefängnis bleiben. Grund dafür: Es besteht die Gefahr einer Wiederholungstat.
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11.05.2026

Mo 13:04

Wie lange muss er ins Gefängnis?

Am 15. Juni erfährt Marius Borg Høiby (29), wie lange er ins Gefängnis muss, wie das Bezirksgericht Oslo dem TV-Sender NRK bestätigt. Der Gerichtstermin soll um 8:30 Uhr beginnen.
Die Staatsanwaltschaft hat sieben Jahre und sieben Monate gefordert für den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52). Insgesamt werden 40 Anklagepunkte geprüft, darunter vier Fälle von Vergewaltigung, Missbrauch in engen Beziehungen und Gewalt.
Høiby bestreitet die schwerwiegendsten Vorwürfe, hat andere jedoch eingeräumt. Seine Verteidigung setzte das Straffmass darum tiefer an und plädierte für fünf bis maximal sechs Jahre Freiheitsstrafe.

Das sind die Forderungen der Staatsanwaltschaft

-Freiheitsstrafe: 7 Jahre und 7 Monate Haft insgesamt
-Entschädigung der Skaugum-Frau: 14’200 Franken Schadenersatz plus 5000 Franken Erwerbsausfall
-Entschädigung der Hotel-Frau: 14’200 Franken Schadenersatz plus 250 Franken Erwerbsausfall
-Entschädigung von Nora Haukland: 12’300 Franken Schadenersatz
-Entschädigung der Lofoten-Frau: rund 33’000 Franken
-Entschädigung der After-Party-Frau: mindestens 22’000 Franken
-Entschädigung der Frogner-Frau: rund 20’000 Franken

06.05.2026

Mi 11:44

Gericht lehnt Marius' Antrag ab

Am Mittwoch trat Marius Borg Høiby in Oslo vor die Geschworenen. Er betrat den Gerichtssaal in einer dunkelblauen Jacke. Inzwischen hat er sich einen Schnurrbart und einen Bart wachsen lassen, wie NRK berichtet. «Ich habe extrem wenig menschlichen Kontakt. Zwei bis drei Besuche pro Woche», sagte der 29-Jährige.
Abgesehen von den Besuchen, die jeweils etwa eine Stunde dauern, hat Høiby «nur Kontakt zu Beamten» und behauptete, unter den schädlichen Auswirkungen der Isolation zu leiden.

Gericht sieht Gefahr einer Wiederholungstat

«Ich werde alles daransetzen, aus der Zelle herauszukommen. Ich möchte unbedingt näher bei meiner Familie und meinen Freunden sein und die Zelle für so viele Stunden am Tag verlassen können», so der Norweger.
Das Gericht entschied jedoch, dass Marius bis zur Urteilsverkündung in Haft bleiben muss. Es besteht die Gefahr einer Wiederholungstat. Er hat in der Vergangenheit schon gegen eine einstweilige Verfügung verstossen.

30.04.2026

Do 14:29

Seit fast drei Monaten eingesperrt

Am 13. Januar hat Marius Borg Høiby seinen 29. Geburi gefeiert, doch am 2. Februar hat ihn die norwegische Polizei festgenommen. Seither verharrt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) in Oslo in U-Haft, die er nur verlassen durfte, um in seinem Gerichtsprozess auszusagen. Das Bezirksgericht Oslo hat angekündigt, das Urteil im Juni verkünden zu wollen.
Davor möchte Marius noch einmal nach Hause. Bereits Anfang März hatte er die Freilassung aus der U-Haft beantragt. Das zuständige Gericht hatte den Antrag aber mit Verweis «auf die Schwere und den Umfang des Falls sowie die hohe Wiederholungsgefahr» abgewiesen. Dagegen war Marius vergeblich in Berufung gegangen. Nun hat sein Anwaltsteam der Justiz einen neuen Vorschlag unterbreitet: Hausarrest mit elektronischen Fussfesseln.
«Die Grundlage für die Untersuchungshaft bleibt gewahrt, wenn er die Auflage erfüllt, sich unter elektronischer Überwachung in seiner eigenen Wohnung aufzuhalten», erklärt sein Anwalt René Ibsen gegenüber «TV2». Offenbar habe ein «Familienangehörige» Marius eine Unterkunft zur Verfügung gestellt.
Die Fussfessel müsste Marius selbst unter der Dusche tragen, damit er aus der Distanz überwacht werden kann. Verlässt er den festgelegten Bereich, gäbe es einen Alarm. «Es ist eine Belastung, im Gefängnis zu sein, besonders für ihn, da er in Isolationshaft sitzt», sagt sein Anwalt gegenüber «Nettavisen». Die Isolationshaft sei notwendig, um ihn vor anderen Insassen zu schützen, da ihm wegen der Vergewaltigungsvorwürfe Ungemach drohe. Marius droht im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:
Polizei nach Kanton
Opferhilfe-Nummer, Beratung bei Gewalt, Tel. 142
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Forensic Nurses (Kanton Zürich), Tel. 0800 09 09 09
Beratungsstellen für gewaltausübende Personen
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