Berufungsverhandlung: Marius muss im Februar erneut vor Gericht antanzen

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Livetickeraktualisiert vor 16 Stunden

Berufungsverhandlung
Marius muss im Februar erneut vor Gericht antanzen

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin steht in Oslo vor Gericht. Mehrere Frauen werfen ihm unter anderem Vergewaltigung vor. Im Ticker bist du immer auf dem neusten Stand.
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Darum gehts

  • Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, muss sich vor Gericht verteidigen.
  • Mehrere Frauen werfen ihm unter anderem Vergewaltigung vor.
  • Der Norweger sagt im Prozess selbst aus.

Für die norwegische Königsfamilie ist der Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) der grösste Skandal in jüngerer Zeit. Gewalt, Drogen und schwere Sexualdelikte – die Vorwürfe gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sind heftig und bestimmen seit dem Sommer 2024 die Schlagzeilen. Kurz vor Prozessbeginn wurde er wegen neuer Taten bereits zu vier Wochen Untersuchungshaft verurteilt.

In diesen Punkten wurde Marius Borg Høiby angeklagt

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17.09.2026

Do 09:37

Erneuter Prozess für Marius startet im Februar

Die Berufungsverhandlung gegen Marius Borg Høiby soll am Dienstag, dem 9. Februar 2027, vor dem Berufungsgericht Borgarting beginnen, berichtet NRK.
Die Berufungsverhandlung ist derzeit auf 16 Tage angesetzt. Der letzte Gerichtstermin ist dann der 5. März, sofern dieser Zeitplan eingehalten wird.

06.09.2026

So 06:11

Das Signal ist klar: Marius bleibt Teil der Königsfamilie

Als der Sarg des verstorbenen Königs Harald V. vor wenigen Tagen während einer feierlichen Zeremonie durch die Säle des norwegischen Königsschlosses getragen wurde, erregte vor allem eines Aufsehen. Neben dem Sarg ging, gemeinsam mit den Kindern und Enkeln des Monarchen, mit starrem Blick Marius Borg Høiby. Der Sohn der neuen Königin Mette-Marit – im Juni wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt.

Trotz Urteil weiter Teil der Familie

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Høiby beabsichtigt, es anzufechten. Aber das Signal ist klar und stark: Der Stiefsohn des neuen Königs Haakon VIII. gehört zum engsten Kreis der Familie – auch wenn er in nicht allzu ferner Zukunft ins Gefängnis wandern könnte. Die Zeremonie war eigentlich privat, doch das Königshaus entschied sich dazu, sie im Fernsehen übertragen zu lassen – und liess damit alle Welt zusehen.

Eigentlich sitzt Høiby derzeit mit elektronischer Fussfessel im Hausarrest auf Gut Skaugum, dem bisherigen Zuhause der neuen norwegischen Königsfamilie. Für die Sargprozession bekam der 29-Jährige Ausgang. Öffentlich darüber gesprochen hat bislang kein Mitglied der Königsfamilie. Auch beim Begräbnis des norwegischen Monarchen an diesem Mittwoch darf Høiby dabei sein.

AFP

Kritik kommt vor allem aus dem Ausland

Entrüstung rief der Auftritt des tief gefallenen Høiby fast ausschliesslich im Ausland hervor. Die Ehrfurcht vor und die Trauer um König Harald V. lassen in diesen Tagen in norwegischen Medien kaum eine kritische Meinung zu. Die dänische Boulevardzeitung «Ekstra Bladet» schrieb dagegen von einem «erschütternden» Signal. Høibys Opfer seien dem norwegischen Königshaus offensichtlich egal, findet die Königshaus-Korrespondentin des Blatts: «Tatsächlich entscheidet man sich dafür, ihn für seine Straftaten zu belohnen, indem man ihm einen prominenten Platz am Sarg von König Harald einräumt. Das schreit doch zum Himmel.»

In Norwegen haben viele Menschen Verständnis für den Umgang mit dem Sohn der neuen Königin: Schliesslich ist Høiby, den Mette-Marit in die Ehe mit Haakon brachte, von Kindesbeinen an ein Teil der Königsfamilie. König Harald V., so heisst es, habe ihn wie seinen leiblichen Enkel behandelt. Kurz vor dessen Tod durfte sich der 29-Jährige von seinem Ziehopa im Krankenhaus verabschieden. Høibys Ankunft und Abfahrt wurden mit etlichen Fotos dokumentiert. (DPA)

10.08.2026

Mo 13:29

Nochmals vier Wochen Hausarrest auf Schloss Skaugum

Am Montagmittag hat das Bezirksgericht Oslo entschieden, dass Marius Borg Høiby weitere vier Wochen mit Fussfesseln im Hausarrest bleiben muss. Der 29-Jährige darf das Schloss Skaugum weiterhin nur verlassen, wenn er zur Arbeit, in die Schule, ins Spital oder zu Verwandten muss. Er muss zudem regelmässig zu Drogentests antraben.
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hatte eigentlich auf eine Lockerung der Haftbedingungen gehofft, die Polizei habe entsprechende Signale ausgesendet. «Doch das Gericht ist der Ansicht, dass die Gefahr besteht, dass der Kontakt zum Opfer wiederhergestellt wird und dass dadurch die Gefahr neuer Straftaten entsteht», erklärt das Gericht in einer schriftlichen Mitteilung.
«Angesichts der Situation des Angeklagten mit seiner langen Vorgeschichte von Drogenmissbrauch ist das Gericht der Ansicht, dass der Rahmen, dem er jetzt unterliegt, ein mitwirkender Faktor dafür ist, dass er drogen- und kriminalitätsfrei geblieben ist.»
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10.08.2026

Mo 11:19

Marius steht erneut vor Gericht

Marius Borg Høiby muss heute erneut ins Bezirksgericht Oslo. Der 29-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) will bei der Anhörung seine Haftverbindungen verbessern, konkret will er seine Fussfessel ablegen.
«Es ist natürlich eine Belastung, das Haus nicht verlassen zu können. Nicht einkaufen gehen zu können und keine Freunde besuchen zu können. Obwohl ich zu Hause sitze, bin ich trotzdem irgendwie gefangen», erklärte Marius vor Gericht, wie «VG» berichtet.
Seit vier Wochen befindet sich Marius im Hausarrest auf Schloss Skaugum bei seiner Mutter. Dabei hat ihn das Osloer Bezirksgericht im Juni eigentlich zu vier Jahren Haft verurteilt, doch das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Marius Berufung eingelegt hat.
In der königlichen Residenz hat Marius eines seiner Opfer mutmasslich vergewaltigt. Nun feiert er dort offenbar mit seinen Kumpels seine befristet zurückerlangte Freiheit. «Hausarrest royal! Marius lebt mit Fussfessel wie ein König», titelt darum die «Bild», während sich viele Norwegerinnen und Norweger von den Schlagzeilen zu KI-Fotomontagen inspiriert fühlen.
In Norwegen sorgen Berichte über den Hausarrest von Marius Borg Høiby auf Schloss Skaugum für öffentliche Kritik und annimierten zu Bildmontagen wie hier.
In Norwegen sorgen Berichte über den Hausarrest von Marius Borg Høiby auf Schloss Skaugum für öffentliche Kritik und annimierten zu Bildmontagen wie hier.X/utenfilter_no
Die Staatsanwaltschaft ist der Meinung, dass Marius weiterhin mit Fussfesseln im Hausarrest bleiben soll. «Unserer Ansicht nach wirken die Massnahmen. Vier Wochen sind jedoch zu kurz, um daraus zu schliessen, dass das Rückfallrisiko ausreichend gesenkt wurde», erklärt Polizeianwältin Hilde Strand vor Gericht, laut «VG».

13.07.2026

Mo 15:16

Marius darf vier Wochen nach Hause

Das Bezirksgericht Oslo hat am Montag entschieden, dass Marius Borg Høiby (29) vier Wochen lang mit einer elektronischen Fussfessel auf dem Anwesen Skaugum in Untersuchungshaft bleiben darf. Das berichten mehrere norwegische Medien, darunter die Rundfunkanstalt NRK und die Tageszeitung «Dagbladet» übereinstimmend. Høiby, der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52), habe die Entscheidung akzeptiert.
Wann kommt Marius Borg Høiby aus dem Gefängnis?
Die Staatsanwaltschaft will gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts jedoch Berufung mit aufschiebender Wirkung einlegen. Dafür hat sie bis zum 14. Juli um 12:00 Uhr Zeit. Wann Høiby das Gefängnis tatsächlich verlassen kann, bleibt damit zunächst offen.

08.07.2026

Mi 18:08

Gefängnisdirektorin spürt WM-Stimmung

Am Samstagabend spielt das norwegische Fussballnationalteam den grössten Match seiner Geschichte und kämpft mit England um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft. Selbst im Ila-Gefängnis westlich von Oslo, in dem Marius zurzeit in einer Zelle sitzt, fiebern die Norweger diesem Spiel entgegen, wie die Gefängnisdirektorin Tonje Sandal «Bild» erzählt.
«In der Haftanstalt herrscht das gleiche WM-Fieber wie draussen im Land, viele verfolgen die Spiele. Es gibt Fernseher in den Gemeinschaftsräumen und in den Zellen. Sie können Fussball schauen, wo sie wollen. Da die Häftlinge alle Fernseher in ihren Zellen haben, können sie auch in der Nacht Fussball schauen, wenn sie das wollen», sagt Sandal der deutschen Zeitung.

24.06.2026

Mi 14:11

Marius bleibt bis Mitte Juli Untersuchungshaft

Laut der norwegischen Zeitung «Aftenposten» akzeptiert Marius seine Untersuchungshaft und bleibt bis zum 13. Juli im Gefängnis. An der Urteilsverkündung Mitte Juni kündigte sein Anwaltsteam an, sowohl gegen die vierjährige Haftstrafe und die Fortdauer der Untersuchungshaft Berufung einlegen zu wollen. Letzteres haben sie nun unterlassen.
Høiby wurde wegen zweifacher Vergewaltigung, häuslicher Gewalt gegen Nora Haukland und mehrerer Delikte gegen das Opfer, bekannt unter dem Pseudonym Frau aus Frogner, zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Es wird erwartet, dass die Berufung im nächsten Jahr vor dem Borgarting Court of Appeal behandelt wird.
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15.06.2026

Mo 16:15

Marius will Berufung einlegen

Nach der Urteilsverkündung in Oslo haben die Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs direkt Marius Borg Høiby (29) im Gefängnis besucht. Anschliessend verkündeten sie gegenüber norwegischen Medienvertretern, dass der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) Berufung einlegen wird.
Die Anwälte fanden gegenüber «Dagbladet» deutliche Worte über das Treffen: «Er ist natürlich sehr erfreut über die unserer Ansicht nach recht zahlreichen Freisprüche, aber er ist überzeugt, dass er bei den Vergewaltigungsvorwürfen eindeutig unschuldig ist.» Er habe seine frühere Partnerin Nora Haukland ausserdem «in keiner Weise misshandelt». Die Verteidiger weiter: «Er ist sich absolut sicher, dass Berufung eingelegt werden muss.» Ein Berufungsverfahren könnte laut der Verteidiger 2027 beginnen.

15.06.2026

Mo 13:05

Palast hält sich bedeckt zu Urteil von Marius

Schon während des Prozesses gegen Marius Borg Høiby (29), dem ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), hatte sich das norwegische Königshaus sehr zurückhaltend geäussert. Und auch nach dem Urteil scheint man am Hofe den Weg der royalen Zurückhaltung zu diesem Thema weiter zu beschreiten.
Auf eine Reaktion der Königsfamilie dürfen die Norweger wohl nicht hoffen. Wie «VG» berichtete, habe der Palast per E-Mail mitgeteilt, dass das Königshaus den Ausgang des Verfahrens nicht kommentieren werde. «Der Fall wurde vom Gericht bearbeitet, und das Königshaus gibt zum Ergebnis keinen Kommentar ab», wird aus dem Schreiben zitiert. Auch «Aftenposten» erhielt diese Antwort aus der Kommunikationsabteilung des Palastes.

15.06.2026

Mo 10:46

«Marius ist verzweifelt möchte bei seiner Mutter sein»

Damit ist die Urteilsverkündung beendet. Ob Marius bis zu einer möglichen Berufung aus dem Gefängnis darf, bleibt noch unklar.
Die Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs, kündigten an, eine Berufung zu prüfen. Ausserdem erklärten sie, dass sie Marius nun besuchen werden. Andenæs sagte, es sei wichtig, die Möglichkeit zu nutzen, Høiby aus der Haft entlassen zu bekommen. «Er ist verzweifelt, weil er bei seiner Mutter sein möchte», sagt sie.

15.06.2026

Mo 09:32

Verteidigung beantragt Marius' Freilassung aus U-Haft

Verteidiger Petar Sekulic beantragt, dass Marius Borg Høiby aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Høiby befindet sich seit Anfang Februar in Untersuchungshaft und verfolgt die Urteilsverkündung per Videolink aus dem Gefängnis Ila.
Sekulic bittet darum, den Antrag hinter verschlossenen Türen zu behandeln. John Christian Elden erinnert daran, dass bei solchen Anträgen in der Regel kein Ausschluss der Öffentlichkeit gilt, sondern lediglich ein Berichtsverbot.
Das Gericht behandelt nun die Frage, ob Høiby aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Die Presse darf im Saal bleiben, über diesen Teil der Verhandlung aber vorerst nicht berichten.

15.06.2026

Mo 09:19

Marius muss erneut an die Fahrprüfung

Høiby wird auch wegen mehrerer Verkehrsverstösse verurteilt. Diese führen laut Gericht zu einem zusätzlichen Strafaufschlag von 13 Tagen.
Ausserdem verliert er seine Fahrberechtigung für mehr als ein Jahr. Danach muss er die Fahrprüfung erneut ablegen.

15.06.2026

Mo 09:13

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Marius Borg Høiby wird wegen insgesamt 34 Gesetzesverstössen verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft innerhalb von zwei Wochen Berufung einlegen können.
Ob Høiby in Berufung geht, ist derzeit nicht bekannt.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert. Die Verteidigung hatte für eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten plädiert.

15.06.2026

Mo 09:07

Schuldig bei mehreren Anklagepunkten um die Frogner-Frau

Das Gericht befasst sich nun mit den Anklagepunkten zur Frau aus Frogner. Mehrere davon hatte Høiby bereits eingeräumt.
Er wird unter anderem wegen drei Fällen sexuell verletzenden Verhaltens verurteilt, ausserdem wegen der Zerstörung ihres Laptops und wegen Störung ihres persönlichen Friedens.
Ein Teil betrifft Vorfälle in einem Lokal und später auf Skaugum. Für den Vorfall im Lokal hatte Høiby die Schuld anerkannt, nicht aber für das Geschehen auf Skaugum. Das Gericht sieht es jedoch als bewiesen an, dass er gegen eine Tür schlug, sodass Glas zerbrach. Dieses Verhalten wertet das Gericht als rücksichtslos.
Zudem wird Høiby wegen Körperverletzung beziehungsweise Gewalt gegen die Frau aus Frogner verurteilt – auch diesen Punkt hatte er selbst eingeräumt.
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15.06.2026

Mo 09:05

Nora Haukland hatte «realen Grund hatte, weitere Gewalt zu fürchten»

Das Gericht verurteilt Høiby wegen Misshandlung in einer nahen Beziehung gegen Nora Haukland. Laut Richter ist erwiesen, dass er ihr mehrfach körperliche Gewalt antat und sie «realen Grund hatte, weitere Gewalt zu fürchten».
Die Beziehung sei zwar von gegenseitiger Eifersucht geprägt gewesen, entscheidend sei aber Høibys Reaktion gewesen: Wut, grobe Beschimpfungen, Kontrolle und herabwürdigendes Verhalten. Das Gericht sieht auch Kontrollversuche gegenüber Haukland, etwa bei Kleidung und Auftreten.
Dass Haukland Høiby ebenfalls einmal geschlagen haben soll, ändere nichts am Gesamtbild. Auch ein mögliches wirtschaftliches Motiv wurde geprüft – das Gericht hält ihre Aussage dennoch für glaubwürdig.

15.06.2026

Mo 08:57

Im Fall der Hotel-Frau freigesprochen

Im Fall der Frau aus dem Hotel wird Høiby vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.
Høiby hatte die Frau bei einer Party kennengelernt. Später gingen beide gemeinsam auf ihr Hotelzimmer, wo es zunächst zu einvernehmlichem Sex kam. Die Staatsanwaltschaft warf Høiby vor, die Frau danach vergewaltigt zu haben. Høiby bestritt den Vorwurf – und das Gericht folgt ihm in diesem Punkt.
Das Gericht verweist auf umfangreiches Video- und Bildmaterial. Dieses zeige überwiegend aktive sexuelle Handlungen. Die Frau sei auf den Aufnahmen zu hören und zu sehen, es gebe Bewegungen und Geräusche von ihr. Deshalb hält das Gericht es nicht für bewiesen, dass sie nicht in der Lage war, sich der sexuellen Handlung zu widersetzen.
Auch in diesem Fall wird er allerdings wegen heimlicher Aufnahmen verurteilt.

15.06.2026

Mo 08:54

Für die Taten an Nora Haukland schuldig gesprochen

Marius Borg Høiby wird wegen Gewalt in der Beziehung gegen seine Ex-Freundin Nora Haukland verurteilt.
Marius mit seiner Ex-Freundin Nora Haukland am Rande der ELLE Sommerparty 2023 in der Villa Heftye in Oslo.
Marius mit seiner Ex-Freundin Nora Haukland am Rande der ELLE Sommerparty 2023 in der Villa Heftye in Oslo. danapress
Ihr Verteidigungsteam Heidi Reisvang und John Christian Elden reagieren erleichtert auf das Urteil. Misshandlung in einer nahen Beziehung sei ein ernstes gesellschaftliches Problem – und oft schwer zu beweisen, erklären sie.
Haukland sei erleichtert, dass das Gericht ihrer Darstellung vollständig gefolgt sei. Sie hoffe nun, dass das Urteil einen endgültigen Schlusspunkt in dieser Sache setze.

15.06.2026

Mo 08:51

Im Fall der Lofoten-Frau wird Marius teilweise freigesprochen

Im Fall der Frau aus Lofoten spricht das Gericht Høiby vom Vorwurf der Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr frei.
Richter Efjestad betont, das Gericht zweifle nicht daran, dass die Frau die Ereignisse so geschildert habe, wie sie sie in Erinnerung habe. Für eine Verurteilung wegen Vergewaltigung gelte jedoch ein strenger Beweismassstab.
Im selben Fall wird Høiby jedoch wegen des Filmens der Frau verurteilt. Unbestritten sei, dass er sie filmte und dass sie dazu nicht eingewilligt hatte. Das Gericht sieht dies unter anderem durch eine zeitnah erstellte Notiz der Frau gestützt. Die Tat wird als sexuell verletzendes Verhalten gewertet.

15.06.2026

Mo 08:49

Schuldig wegen Vergewaltigung auf Skaugum

Das Gericht geht nun zu den einzelnen Anklagepunkten über und beginnt mit den Vergewaltigungsvorwürfen.
Richter Efjestad betont erneut, dass das Gericht zweifelsfrei davon überzeugt sein müsse, dass Høiby sich an den Geschädigten vergangen habe – und dass die jeweilige Frau nicht in der Lage gewesen sei, sich der Handlung zu widersetzen.
Im Fall der Frau von der Party kommt das Gericht zu dem Schluss, dass Høiby der Vergewaltigung schuldig ist. Im Verfahren sei Videomaterial vorgelegt worden. Die Aufnahmen zeigten sexuelle Handlungen mit dem Einführen von Fingern. Die Frau liege dabei völlig still, es seien weder Geräusche noch Bewegungen zu erkennen. «Das Gericht hält es für bewiesen, dass sie während der Aufnahmen geschlafen hat», sagt der Richter.

15.06.2026

Mo 08:41

Marius muss den Opfern zusätzlich Geld zahlen

Neben der Haftstrafe verurteilt das Gericht Marius Borg Høiby auch zu mehreren Entschädigungszahlungen.
An die Frau von der Party muss er umgerechnet 5000 Franken  sowie weitere 14'000 Franken zahlen. Die Frau von der Afterparty erhält 17'000 Franken.
Nora Haukland werden 8400 Franken zugesprochen, die Frau aus Frogner erhält 9200 Franken.
Keine Entschädigung muss Høiby dagegen an die Frau aus Lofoten und die Frau aus dem Hotel zahlen.

15.06.2026

Mo 08:35

Marius muss vier Jahre ins Gefängnis

Marius Borg Høiby wird zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Von 40 Anklagepunkten wurde er lediglich von vier freigesprochen. Dazu gehören der Vorwurf einer Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr an der Frau aus Lofoten sowie der Vorwurf einer Vergewaltigung ohne Geschlechtsverkehr im Fall der Frau aus dem Hotel.
Zudem wird gegen ihn ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber der Frau aus Frogner verhängt.
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15.06.2026

Mo 08:28

Urteilsverkündigung könnte sich ziehen

Die Urteilsverkündung könnte eine Weile dauern. Grund ist die lange Liste der Anklagepunkte: Zu jedem einzelnen Vorwurf muss der Richter erläutern, warum er den Angeklagten schuldig oder nicht schuldig spricht. Marius ist in 40 Punkten angeklagt.
IMAGO/NTB

15.06.2026

Mo 08:17

Marius ist nicht im Gericht

Der Angeklagte selbst wird nicht im Gericht vor Ort sein. Marius Borg Høiby verfolgt die Urteilsverkündigung per Video-Schalte. Letzte Woche musste der 29-Jährige wegen gesundheitlicher Probleme in ein Spital gehen – er konnte das Krankenhaus zwar zwei Tage später wieder verlassen, wird am heutigen Tag jedoch nicht im Saal anwesend sein.
Dass der Sohn von Mette-Marit ins Gefängnis muss, gilt laut Experten als wahrscheinlich.

15.06.2026

Mo 08:14

Heute wird das Urteil verkündet

Am Montagmorgen um 08.30 Uhr wird das Gericht eröffnet. Richter Jon Sverdrup Efjestad wird dann das Urteil des Osloer Bezirksgerichts gegen Marius Borg Høiby verlesen. Dabei erfährt der Sohn der Kronprinzessin zuerst, wie lange er ins Gefängnis muss. Danach werden die Richter ihren Entscheid anhand der Beweise erläutern.
Der vorsitzende Richter Jon Sverdrup Efjestad wird heute das Urteil verkünden.
Der vorsitzende Richter Jon Sverdrup Efjestad wird heute das Urteil verkünden.IMAGO/NTB
Høibys Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs sind vor Ort, während er selbst per Live-Schaltung vom Urteil erfährt.
Von den Geschädigten befindet sich nur die Afterparty-Frau im Gerichtssaal. «Das ist sehr mutig von ihr», sagt ihre Anwältin Hege Salomon gegenüber «VG». Sie sei gespannt auf das Ergebnis.
Die Staatsanwaltschaft hat für Marius Borg Høiby eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert. Er ist wegen insgesamt 40 Gesetzesverstössen angeklagt. Die Anklage will ihn in 39 Punkten verurteilt sehen.
Die Verteidigung sieht das anders: Sie fordert, dass Høiby nur für jene Taten verurteilt wird, die er selbst eingeräumt hat. Das entspreche nach Ansicht der Verteidiger einer Strafe von einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis.
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