General aus Russland prahlt mit Folterbilder bei seiner Frau

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Russische Chatverläufe«Girlande» aus abgeschnittenen Ohren: General prahlt mit Folter

Geleakte Chatverläufe ranghoher russischer Offiziere zeigen erschreckende Kriegsverbrechen, an denen sich sogar deren Ehefrauen amüsierten.

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Darum gehts

  • Geleakte Chats zeigen russische Offiziere, die Kriegsverbrechen begehen.
  • General Roman Demurtschiyev prahlte mit abgeschnittenen Ohren von Kriegsgefangenen.
  • Er schickte seiner Frau ein Foto der Ohren – sie verglich sie mit «Schweineohren».

Geleakte Nachrichten, die im Zeitraum zwischen 2022 und 2024 gesammelt wurden, wurden dem Radio Free Europe/Radio Liberty zugespielt. Der Bericht zeigt die Belustigung, die russische Offiziere bei der Folter ukrainischer Kriegsgefangener empfinden.

Die Frau des Offiziers erinnert das Bild an «Schweineohren»

Der Offizier, damals noch Oberst Roman Demurtschiyev, Kommandeur der 42. Garde-Motorschützendivision, prahlte damit, dass seine Soldaten gerade einen «Stützpunkt» in der Ukraine gestürmt und vier Kriegsgefangene gemacht hätten.

«Ich mache eine Girlande daraus und verschenke sie.»

Russischer Generalmajor Roman Demurtschiyev
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In einer Nachricht an seine Frau Aleksandra sandte er ein Foto, das mehrere menschliche Ohren zeigte, geschwärzt und an einem Metallrohr hängend. «Was macht ihr danach mit ihnen?», schrieb Aleksandra. «Ich mache eine Girlande daraus und verschenke sie», antwortete Demurtschiyev, der im folgenden Jahr zum Generalmajor befördert wurde. «Wie Schweineohren zum Bier», schrieb sie. «Ja», antwortete er.

«Wie Schweineohren zum Bier.»

Aleksandra, Frau des russischen Generalmajors

Zahlreiche Belege für Hinrichtung und Folter

Während des nun ins vierte Jahr gehenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt es zahlreiche Vorwürfe und umfangreiche Beweise für Kriegsverbrechen russischer Einheiten. Eines der bekanntesten Beispiele ist Butscha, eine Stadt nördlich von Kiew, die etwas mehr als einen Monat von russischen Truppen besetzt war.

März 2022: Russische Soldaten führen in Butscha Zivilisten ab. Später wurden die Männer geknebelt und erschossen.
März 2022: Russische Soldaten führen in Butscha Zivilisten ab. Später wurden die Männer geknebelt und erschossen.Screenshot Youtube

Nach dem Rückzug der russischen Kräfte entdeckten Bewohner Dutzende Leichen – überwiegend Zivilisten, die offenbar hingerichtet oder gefoltert worden waren; Leichen lagen auf Strassen oder waren in Kellern gestapelt. Mithilfe zurückgelassener Militärunterlagen und deren Abgleich mit sozialen Medien identifizierte RFE/RL mehrere Mitglieder des 234. Pskower Regiments, das direkt an den Tötungen beteiligt gewesen sein soll.

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Die beiden Offiziere erinnern sich an gute alte Zeiten

In den oben genannten Chatverläufen begann das Gespräch über die verstümmelten Ohren erstmals, als Demurtschiyev einem anderen Offizier schrieb – Generalmajor Igor Timofejew, erster stellvertretender Kommandeur der 36. Armee.

In der Ukraine begingen die russischen Besatzer zahlreiche Kriegsverbrechen – auch gegen Zivilisten.
In der Ukraine begingen die russischen Besatzer zahlreiche Kriegsverbrechen – auch gegen Zivilisten.Screenshot/X

«Habt ihr die Ohren nicht angefasst? Wie damals, als wir Kinder waren?», antwortete Timofejew. Es ist unklar, worauf sich Timofejew genau bezog. Beide hatten jedoch in den 2000er-Jahren im Tschetschenienkrieg gekämpft. In einem separaten Chat mit seiner Frau schrieb Aleksandra in Bezug auf das Ohren-Foto: «Ich dachte, das wären Geschichten aus Tschetschenien-Zeiten. Es stellt sich heraus, dass es wahr ist.»

«Wie damals, als wir noch Kinder waren»

Generalmajor Igor Timofejew, erster stellvertretender Kommandeur der 36. Armee Russlands.

Russische Truppen wurden bereits früher beschuldigt, Gefangenen Ohren abgeschnitten zu haben. Während des Ersten Tschetschenienkrieges in den 1990er-Jahren dokumentierten Journalisten und Menschenrechtsaktivisten zahlreiche Berichte über Verstümmelungen durch russische Soldaten. In den Jahren 2000–2001 beschrieben Human Rights Watch und die russische Organisation Memorial Leichen mit schweren Verstümmelungen, darunter Skalpierungen, gebrochene Gliedmassen sowie abgeschnittene Finger und Ohren.

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Sadistischer Humor unter russischen Offizieren

Ende 2024 erwähnte Demurtschiyev das Abschneiden von Ohren erneut in einer Sprachnachricht an einen Kontakt namens Waleri Nepop, vermutlich ein Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.

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«Verdammt, und du schneidest sogar Ohren ab. Aber in unserem Alter machen wir das nicht mehr; wir geben nur noch die Befehle», sagte Demurtschiyev.

«Es ist kein Kriegsverbrechen, wenn es Spass gemacht hat.»

Roman Demurtschiyev

Einige der Materialien zeigen oft sadistischen Humor unter russischen Offizieren. In einem Video aus Dezember 2023 ist eine lebende Maus zu sehen, die an den Beinen gefesselt ist, während eine russische Stimme sie verhört und ihr eine Zigarette anbietet. Demurtschiyev reagierte mit einem Smiley-Emoji auf das Video, das von Generalleutnant Michail Kosobokow, Kommandeur der 49. Armee, gesendet wurde. In einer separaten Nachricht schickte Demurtschiyev ein russisches Meme: «Es ist kein Kriegsverbrechen, wenn es Spass gemacht hat.»

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Jonah Weibel (wei) arbeitet seit 2025 bei 20 Minuten. Er ist Praktikant beim Ressort Newsdesk. Jonah hat im Zeitraum von 2025 bis 2026 zahlreiche Geschichten für 20 Minuten realisiert.

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