Julia Simic unterstützt die Schweizer Nati auf dem Weg zur WM

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Julia SimicSie analysiert Spiele mit Matthäus, nun soll sie der Nati helfen

Julia Simic hat sich mit ihrer Expertise in Deutschland einen Namen als Expertin gemacht. Nun beginnt ihre Aufgabe bei der Schweizer Nati.

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Darum gehts

  • Julia Simic wird Co-Trainerin der Schweizer Frauen-Nati.
  • Die ehemalige Bayern-Spielerin gilt als ausgewiesene Fussball-Expertin.
  • Sie kennt viele Natispielerinnen aus ihrer aktiven Zeit.
  • Simic will mit dem Team die WM-Qualifikation schaffen.

Am Dienstag beginnt für die Frauen-Nati die WM-Qualifikation. Der Weg für das Team von Trainer Rafel Navarro ist hart. Denn: Nur elf europäische Teams schaffen es an die Weltmeisterschaft in Brasilien im kommenden Jahr. Nach der klassischen Ligaphase mit Spielen gegen Nordirland, Malta und die Türkei würden zwei weitere Playoff-Runden anstehen.

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Doch erstmals gilt es, die Gruppenphase zu überstehen. Mit dabei helfen soll ein prominenter Name aus Deutschland. Julia Simic wird Coach Rafel Navarro als Co-Trainerin unterstützen. Am Donnerstag nahm sie zum ersten Mal an einem Medientermin in ihrer neuen Funktion teil.

Einst in WG mit Alisha Lehmann

Simic sagt: «Ich hatte schon immer ein spezielles Verhältnis zur Schweiz. Ich kannte und kenne unglaublich viele Spielerinnen.» Dazu zählt auch Alisha Lehmann und die aktuell verletzte Ramona Bachmann, mit denen sie in England in einer WG gewohnt hatte. «Wir hatten jeden Tag eine offene Tür, wo Mitspielerinnen, Freundinnen und Familie zu Besuch waren.»

Es schliesse sich ein Kreis, sagte Simic. Nun sei sie auch die Trainerin von Alisha. Doch auch von Lia Wälti und Noelle Maritz, mit denen sie ebenfalls zusammengespielt hatte. «Ich hatte noch nie Streit mit einer Schweizerin», so die 36-Jährige lachend. Ein Problem mit dieser Konstellation der Freundschaft habe sie nicht. «Ich sehe meine Rolle als Dienstleisterin. Ich bin da, um zu helfen. Dem Trainer, aber auch den Spielerinnen», so Simic weiter.

Simic, die sich als TV-Expertin im Fussball einen Namen gemacht hat, hatte schon viele Aufgaben. Doch was war die spannendste? Schwierig, so Simic. «Es hilft schon, in vollen Stadien zu sein und mit Bundesligatrainern Woche für Woche zu sprechen und deren Erlebnisse nachempfinden zu können. Die Mischung ist sehr wertvoll für mich.»

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Expertin mit Legende

Schlechte Erfahrungen als Frau im Männerfussball habe sie nicht gemacht, jedoch interessante. «Ich kämpfe unglaublich viel für Normalität», so Simic. Es sei für sie einfach ein Privileg, am Samstagabend ein Fussballspiel anzuschauen und die Partie gemeinsam mit Lothar Matthäus auf Augenhöhe bewerten zu können.

Julia Simic befindet sich auf Augenhöhe mit Lothar Matthäus.
Julia Simic befindet sich auf Augenhöhe mit Lothar Matthäus.Imago/Christian Schroedter

Die ehemalige Bayern-Spielerin sprach auch über die Situation bei Altach, wo Spielerinnen heimlich gefilmt wurden. «Man bekommt Gänsehaut, wenn man solche Storys hört. Dass so was passiert, ist eine grosse Tragödie. Man kann sich zu einem gewissen Teil nur selbst schützen.»

Der Vertrag der Co-Trainerin läuft jetzt erstmals für die WM-Quali, er könnte aber auch bis 2029 gehen, so Simic. Den Glauben an das Turnier 2027 habe sie. «Ich glaube, Rafel wäre nicht hier und ich wäre nicht hier, wenn wir nicht daran glauben würden.»

Das erste Spiel der Qualifikation gegen Nordirland in Lausanne am Dienstag, dem dritten März 2026, gibt es ab 19 Uhr bei uns live.

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Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.

Robin Carrel (rca) ist Journalist und Leiter der Sportredaktion bei 20 minutes, wo er seit 2011 tätig ist. Er arbeitet ausserdem für lematin.ch.

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