Auswirkungen des KriegesSteigende Benzinpreise verärgern Trumps Maga-Anhänger
Keine Kriege, günstige Energie: Mit diesen Versprechen warb Donald Trump im Wahlkampf für sich und seine Politik. Doch die Benzinpreise sind so hoch wie lange nicht und verärgern auch seine Anhänger.
Darum gehts
- Die Benzinpreise in den USA steigen stark an.
- Dies verärgert besonders die Anhänger von Donald Trump.
- Der Krieg im Iran ist der Hauptgrund für den Preisanstieg.
- Trump versprach im Wahlkampf günstige Energiepreise.
Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag um 55 Cent auf rund 3,54 Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von fast 19 Prozent. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.
Der Krieg im Iran hat den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Durch die Meerenge wird in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Die Schockwellen des Stopps sind weltweit zu spüren.
Trump warb im Wahlkampf mit deutlich tieferen Energiepreisen
Das Thema Benzinpreise birgt gerade in den USA politischen Sprengstoff, auch mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump versprach im Wahlkampf, die Förderung fossiler Energieträger wie Öl und Kohle auszubauen – und so die Energiepreise für seine Landsleute deutlich zu verringern.
Seit Beginn des Krieges sucht die US-Regierung nach Wegen, das Angebot auf den Weltmärkten zu erhöhen, etwa durch gelockerte Sanktionen für russisches Öl. Regierungssprecherin Karoline Leavitt versuchte am Dienstag, die Bürgerinnen und Bürger in den Vereinigten Staaten zu beruhigen: «Die US-Bevölkerung kann versichert sein, dass der jüngste Anstieg der Öl- und Benzinpreise nur vorübergehend ist.»
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

