Kuba verweigert US-Botschaft in Havanna Dieselimport

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Blockade von ÖlKein Diesel: Kuba lässt US-Botschaft in Havanna abblitzen

Die US-Blockade von Öllieferungen für den Karibikstaat hält an. Nun hat Kuba eine Bitte der US-Botschaft in Havanna abgelehnt, Diesel für ihre Generatoren importieren zu dürfen.

Darum gehts

  • Kuba lehnte den Dieselimport für die US-Botschaft in Havanna ab.
  • Die USA blockieren seit längerem Öllieferungen an den Karibikstaat.
  • Das US-Aussenministerium erwägt nun, Personal in der Botschaft zu reduzieren.

Kuba hat eine Bitte der US-Botschaft in Havanna abgelehnt, Diesel für ihre Generatoren importieren zu dürfen. Dies teilten zwei in die Angelegenheit eingeweihte US-Regierungsvertreter am Freitag mit, die Zeitung «Washington Post» berichtete zuerst darüber. Das Nein der sozialistischen Führung kam vor dem Hintergrund einer anhaltenden US-Blockade von Öllieferungen für den Karibikstaat.

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Inzwischen erwägt das US-Aussenministerium, die Belegschaft in der Botschaft in Havanna wegen des Dieselmangels zu reduzieren. Ein solcher Schritt würde wohl dazu führen, dass die USA ähnliche Personalkürzungen in der kubanischen Botschaft in Washington verlangen dürften, sagten die zwei Gewährsleute.

Kuba kämpft mit schwindenden Ölvorräten, seit die USA den bisherigen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro entmachtet und damit wichtige Erdöllieferungen aus dem Land gestoppt haben. US-Präsident Donald Trump drohte anschliessend mit Zöllen gegen jedes Land, das Kuba Öl verkauft oder liefert. Die Insel ist inzwischen darauf angewiesen, mit eigenem Erdgas, Solarenergie und eigener Ölproduktion thermische Kraftwerke zu betreiben – doch reicht dies nicht aus, um den Bedarf zu decken.

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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

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