Streit im Weissen Haus: Bondi flehte Trump an, sie nicht zu entlassen

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Streit im Weissen HausBondi flehte Trump an, sie nicht zu entlassen

Pam Bondi soll laut Insidern versucht haben, ihre Entlassung zu verhindern. Trump blieb jedoch bei seinem Entscheid.

Darum gehts

  • Pam Bondi wurde als US-Justizministerin entlassen.
  • Sie versuchte, Donald Trump umzustimmen.
  • Trump vermutete, dass Bondi Informationen an den Kongressabgeordneten Eric Swalwell weitergab.
  • Swalwell ist in einen Skandal um eine mutmassliche chinesische Spionin verwickelt.

Pam Bondi ist am Donnerstag als US-Justizministerin entlassen worden – und zeigte sich darüber alles andere als zufrieden. Wie ein Insider der «Daily Mail» sagte, habe sie Donald Trump eindringlich gebeten, seine Entscheidung zu überdenken. «Sie bat ihn um mehr Zeit und versuchte, ihn umzustimmen», so die Quelle.

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Trump sei jedoch hart geblieben und habe angekündigt, die Entlassung zeitnah öffentlich zu machen. Die Bekanntgabe war ursprünglich für Freitag vorgesehen, wurde angesichts zunehmender Medienspekulationen jedoch vorgezogen.

Das sagt Pam Bondi zu ihrer Entlassung

Nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe ihrer Entlassung erklärte Pam Bondi, sie werde den kommenden Monat nutzen, um den Übergang aus dem Amt der Justizministerin in die Privatwirtschaft vorzubereiten.
«Im nächsten Monat werde ich unermüdlich daran arbeiten, die Amtsgeschäfte des Generalstaatsanwalts an den grossartigen Todd Blanche zu übergeben, bevor ich eine bedeutende Position in der Privatwirtschaft antrete, auf die ich mich sehr freue und in der ich mich weiterhin für Präsident Trump und seine Regierung einsetzen werde», sagte sie.
«Die Leitung von Präsident Trumps historischen und äusserst erfolgreichen Bemühungen, die USA sicherer zu machen, war eine Ehre meines Lebens und zweifellos das folgenreichste erste Jahr des Justizministeriums in der US-amerikanischen Geschichte.»

Was ist der Grund für die plötzliche Entlassung?

Zunächst hiess es, Trumps Unzufriedenheit hänge mit Bondis Rolle im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zusammen. Später äusserten Insider jedoch die Vermutung, dass vielmehr ihre Verbindung zum kalifornischen Abgeordneten Eric Swalwell ausschlaggebend gewesen sein könnte.

Trump vermutete, dass Bondi Informationen an Kongressabgeordneten Eric Swalwell weitergab. Swalwell ist in einen Skandal um eine mutmassliche chinesische Spionin verwickelt.
Trump vermutete, dass Bondi Informationen an Kongressabgeordneten Eric Swalwell weitergab. Swalwell ist in einen Skandal um eine mutmassliche chinesische Spionin verwickelt.Getty

Den Quellen zufolge soll Trump davon ausgegangen sein, dass Bondi Swalwell vorab über Bestrebungen des FBI informiert habe, jahrzehntealte Akten zu veröffentlichen. Diese stehen im Zusammenhang mit Swalwells früherer Beziehung zur mutmasslichen chinesischen Spionin Christine Fang. «Das Weisse Haus war über ihre Einmischung nicht erfreut, zumal sie mit Swalwell befreundet ist», zitierte die «Daily Mail» eine Quelle.

Eric Swalwell will Veröffentlichung der Akten verhindern

Swalwell hatte sich am Montag in einem Schreiben an FBI-Direktor Kash Patel gewandt und gefordert, bis Mittwoch zuzusichern, dass die betreffenden Unterlagen nicht veröffentlicht werden. Der Demokrat gilt als aussichtsreicher Kandidat im Rennen um das Gouverneursamt in Kalifornien.

Auch seine Anwälte intervenierten beim FBI und erklärten: «Der Versuch, diese Akte zu veröffentlichen, dient dazu, den Abgeordneten Eric Swalwell zu diffamieren und seine Kandidatur für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien zu untergraben.»

Warum sich Bondi in die Angelegenheit eingeschaltet haben soll, ist unklar. In der Vergangenheit hatte Swalwell sie öffentlich dafür kritisiert, keine Ermittlungen wegen Morddrohungen gegen ihn und seine Familie eingeleitet zu haben. Gleichwohl sollen beide laut der britischen Zeitung ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt haben.

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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