Wal Timmy: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert liegt im Koma

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Ostsee«In Lebensgefahr»: Tierärztin von Wal Fridolin liegt im Koma

Angestrengt arbeiten Menschen am erneut festsitzenden Buckelwal vor Poel. Ein tragischer Zwischenfall überschattet die Arbeiten: Die leitende Tierärztin musste notoperiert werden.

Darum gehts

  • Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, die Wal Fridolin betreut, liegt im Koma.
  • Sie wurde am Montag mit Schlaganfall-Symptomen ins Spital gebracht und notoperiert.
  • Kirsten Tönnies übernimmt nun die medizinische Betreuung des Wals, der noch immer in der Ostsee gestrandet ist.

Die leitende Tierärztin von Wal Fridolin liegt seit Montag im Spital. «Frau Dr. Janine Bahr-van Gemmert ist gestern Mittag mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Spital gebracht worden», bestätigt Karin Walter-Mommert, Mitinitiatorin der Walrettung, gegenüber dem NDR.

Bahr-van Gemmert befindet sich offenbar in Lebensgefahr und musste ins Koma versetzt werden. Es war eine Notoperation notwendig. «Ich möchte alle Menschen bitten, die das Projekt mit ihrem Herzen begleiten, viel Kraft an Janine zu schicken», sagte Walter-Mommert. «Du fehlst uns, Janine.»

Herausfordernde Rettung

Die medizinische Betreuung des Buckelwals wird in der Zwischenzeit von Kirsten Tönnies übernommen. «Ich habe viel Erfahrung mit Wildtieren, allerdings nicht mit Walen», sagte sie. Sie kenne sich aber im Bereich der Medikamente «sehr gut» aus.

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Ein kräftig gesunkener Wasserstand in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel macht den Helfern des gestrandeten Buckelwals zu schaffen. Nachdem sie den ganzen Tag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem tonnenschweren Tier abzusaugen und wegzublasen, lag es am Dienstagabend wie erhofft tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.

Die Behörden werden über alle Schritte der privaten Rettungsinitiative informiert und entscheiden letztlich, was getan werden darf und was dem Tier nicht zugemutet werden sollte.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:
Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)
Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)
Tierrettungsdienst, Tel. 0800 211 222 (bei Notfällen)
Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist
Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen
GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)
Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00
Tierquälerei:
Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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